Drei Jahre Haft für E-Mails über Unruhen

23. Juni 2009, 10:56

Verurteilung wegen "Gefährdung der staatlichen Sicherheit" - Nachricht soll an sechs Menschen im Ausland gegangen sein

Peking - Ein tibetischer Touristenführer ist in China zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er im vergangenen Jahr E-Mails über die Unruhen in Tibet verschickt haben soll. Das Gericht habe ihm vorgeworfen, er habe sich für die Unabhängigkeit Tibets von China stark gemacht, teilten die US-Menschenrechtsorganisation Dui Hua Stiftung am Dienstag mit.

Der 32 Jahre alte Tibeter Gongpo Tserang habe das Internet genutzt, um Gerüchte zu verbreiten und die wahre Situation zu verdrehen, zitierten die Menschenrechtler aus dem chinesischen Gerichtsurteil. Den Dokumenten zufolge sollen die Nachrichten an sechs Menschen im Ausland gegangen sein.

Laut der Dui Hua Stiftung ist dies die erste Verurteilung eines Tibeters wegen Gefährdung der staatlichen Sicherheit in der Provinz Yunnan. Sein Fall zeige, wie stark die chinesische Polizei die Kommunikation zwischen Tibetern und Ausländern während der Unruhen im vergangenen Jahr überwacht habe.

Während der Unruhen in Lhasa im vergangenen Frühling wurden nach Angaben des tibetischen Regierungschefs Qiangba Puncog fast 1.000 Tibeter festgenommen, 76 von ihnen wurden zu teils lebenslangen Haftstrafen verurteilt. (APA/dpa)

 

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
das land

hat doch wirklich eine diktatur.
change.

oberwastl
41
23.6.2009, 14:33
Na endlich wieder da

Habe mir schon Sorgen gemacht ob der Standard China vergessen hat. Seit dem Bericht ueber den U-Boot Zusammenstoss vor 10 Tagen hat Funkstille geherrscht. Keine Artikel ueber Tibet, keine ueber China; nichts Schlechtes ueber China.

Also seid Ihr doch noch da mit weltbewegenden und unueberpruefbaren Meldungen!

Raubkopierer
00
24.6.2009, 19:38

genau diesselben argumente wie unsere klassen-kommunistin. weils das chinesische fernsehen sagt muss es stimmen.

Hardcoreboson
12
24.6.2009, 17:07
jaja da verlassen wir uns doch auf die

tollen ueberpruefenbaren fakten die uns die KP liefert. das sie laestige journalisten bei jeden anzeichen von schwierigkeiten rauswirft ist ja nur eine massnahme der qualitaetssicherung.

Panda123
13
24.6.2009, 16:08

Wäre es Ihnen lieber, wenn nicht über solche Vorfälle in China berichtet wird? Dürfen wir Ihnen sonst irgendwie einen Gefallen tun? Vielleicht mehr positive Meldungen über die gelungene Ansiedlung von Han-Chinesen in Tibet? Vielleicht Berichte über den aktuellen Gesundheitszustand des Ex-Präsidenten von der Republik China im Gefängnis (sofern es dieses "Zweite China" Ihrer Meinung nach überhaupt gibt)?

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