Sarajevo für Reduzierung der EU-Truppen

23. Juni 2009, 10:12
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Außenminister: Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen "vollkommen ausgeschlossen"

 Berlin - Nach dem NATO-Beschluss zur Truppenreduzierung im Kosovo hat sich die Regierung in Sarajevo für eine Reduzierung der europäischen Stabilisierungstruppe EUFOR in Bosnien ausgesprochen. Das Land sei inzwischen so stabil, dass gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen "vollkommen ausgeschlossen" seien, sagte Außenminister Sven Alkalaj dem deutschen "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). Allenfalls seien punktuelle Proteste oder Streiks wegen der angespannten Wirtschaftslage aufgrund der weltweiten Krise denkbar. Von den derzeit etwas mehr als 2.000 EUFOR-Soldaten würden künftig lediglich bis zu 200 als Berater für die Reform des Verteidigungssektors gebraucht.

Die EUFOR hatte 2004 die NATO-Truppe SFOR in Bosnien abgelöst. Die Aufgaben der Stabilisierungstruppen waren im Friedensabkommen von Dayton festgelegt worden, das den Bosnien-Krieg (1992 bis 1995) beendete. Während des Krieges wurden 200.000 Menschen getötet und mehr als zwei Millionen in die Flucht getrieben. (APA/AFP)

 

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