Fröhlicher Glover, betrübter Woods

22. Juni 2009, 19:39
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Erster Major-Titel des Amerikaners - Ein frustrierter Tiger Woods nach schlechtem Beginn am Ende noch Sechster

Farmindale/New York - Der amerikanische Golfprofi Lucas Glover hat sich den Traum vom ersten Major-Titel seiner Karriere bei den 109. US Open in Farmingdale/New York erfüllt. In einem nervenkitzelnden Finale setzte sich der 29 Jahre alte Außenseiter am Montag nach vier Runden über fünf Tage überraschend mit 276 Schlägen auf dem Par 70-Kurs im Bethpage Black gegen seine Landsleute Phil Mickelson, David Duval und Ricky Barnes (je 278) durch.

In dem atemberaubenden Finish landete Superstar Tiger Woods mit 280 Schlägen auf dem sechsten Platz und verfehlte seinen 15. Grand- Slam-Sieg deutlich. Glover, der zuvor bei den US Open stets am Cut gescheitert war, hatte bisher 2005 sein erstes und einziges US-Tour-Turnier gewonnen und erhielt für den ersten Major-Titel seiner Karriere 1,35 Millionen Dollar aus der Gesamtdotierung von 7,5 Millionen Dollar. Publikumsliebling Mickelson verlor seinen vierten Grand Slam-Titel nach zwei Bogeys auf den letzten vier Löchern.

Der sein nach acht Jahren ohne Erfolg grandioses Comeback feiernde Duval patzte nach einer 3er-Birdieserie am 17. Grün. 2001 war der 37- Jährige nach einem Sieg bei den British Open die Nummer eins vor Woods in der Welt gewesen und dann bis zum Montag auf den 882. Rang zurückgefallen. Und dem vom Auftakt frischweg auftrumpfenden Barnes fehlten die Nerven: Der 28-Jährige verspielte mit sieben Bogeys bis zum 12. Grün alles - sein bisher bestes Tour-Resultat war ein 14. Platz gewesen.

Für Woods hatte das zweite Major des Jahres von Beginn an unter einem schlechten Stern gestanden. Nach drei Runden lag der 33 Jahre alte Superstar bei seiner von Regenstürmen und Abbrüchen gebremsten Aufholjagd mit 211 Schlägen immer noch acht hinter Barnes (202) und Lucas Glover (203). Und Woods fand einfach nicht den Rhythmus, um auf den letzten Löchern weiter an die Spitze heranzukommen.

Woods ärgerte sich vor allem über seine Leistung beim Putten. "Dummerweise ist mir gar nichts gelungen. Ich habe so oft geputtet, meine Guten sind nicht hineingegangen und die Schlechten waren nicht einmal in Loch-Nähe", resümierte er frustriert. (APA/dpa/Si/Reuters)

Ergebnisse Golf-US-Open in Farmingdale/New York, 7,5 Mio. Dollar Dotation, Par 70, Endstand nach der 4. Runde:

1. Lucas Glover (USA) 276 (69+64+70+73) Schläge -

2. Phil Mickelson (USA) 278 (69+70+69+70), David Duval (USA) 278 (67+70+70+71) und Ricky Barnes (USA) 278 (67+65+70+76)

5. Ross Fisher (ENG) 279 (70+68+69+72)

6. Tiger Woods (USA) 280 (74+69+68+69), Sören Hansen (DEN) 280 (70+71+70+69) und Hunter Mahan (USA) 280 (72+68+68+ 72)

9. Henrik Stenson (SWE) 281 (73+70+70+68)

10. Rory McIlroy (NIR) 282 (72+70+72+68), Matt Bettencourt (USA) 282 (75+67+71+69), Sergio Garcia (ESP) 282 (70+70+72+70), Ryan Moore (USA) 282 (70+69+72+71), Stephen Ames (CAN) 282 (74+66+70+72) und Mike Weir (CAN) 282 (64+70+74+74)

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    Wusste mit Ball und Schläger umzugehen: Lucas Glover

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