Rasante Talfahrt, besseres Klima

22. Juni 2009, 18:54
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Aufschwung beim Ifo-Geschäfts­klimaindex, Weltbank senkt Prognosen für Industriestaaten

München/Seoul - Das Konjunkturbild bleibt ein Wechselbad der Gefühle. Während der Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge auf einen Aufschwung in Deutschland hinweist und die Weltbank die Prognosen für wichtige Schwellenländer hinaufschraubte, senkte sie den Ausblick für die Industrienationen. Für die Eurozone rechnet die Weltbank im laufenden Jahr nun mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent statt dem bisher vorausgesagten Minus von 2,7 Prozent. Die US-Wirtschaft soll demnach um drei Prozent schrumpfen statt um 2,4 Prozent, die japanische Wirtschaft um 6,8 Prozent statt um 5,3 Prozent.

Für das nächste Jahr reduzierte die Weltbank ihre Prognose für die Eurozone auf 0,5 Prozent von 0,9 Prozent zurück. Die Vorhersage für die USA nahm sie auf 1,8 Prozent zurück. Übereinstimmende Aussagen kommen von EZB, Bundesbank und OECD, wonach der Aufschwung zart ausfallen werde.

Die globale Wirtschaftskrise und Finanzmarktschwäche wirken sich nach Angaben der Weltbank dramatisch auf die privaten Mittelzuflüsse für die ärmeren Länder aus. Sie werden in diesem Jahr mit wahrscheinlich 363 Mrd. Dollar (261 Mrd. Euro) weniger als ein Drittel des bisherigen Höchststands von 1,2 Billionen Dollar im Jahr 2007 erreichen. (red, APA, DER STANDARD, Printausgabe, 23.6.2009)

 

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