Menschenrechtsgruppe wirft Israel Verkauf von Flüchtlingsbesitz vor

22. Juni 2009, 18:53
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Im vergangenen Jahr habe es 106 Ausschreibungen gegeben

Jerusalem - Eine arabisch-israelische Menschenrechtsgruppe hat Israel geworfen, den Verkauf von Eigentum palästinensischer Flüchtlinge voranzutreiben. Wie die Organisation Adalah am Montag mitteilte, hat die Israelische Landbehörde (ILA) in diesem Jahr bereits 80 Grundstücke zum Kauf angeboten, die 1948 von fliehenden Palästinensern verlassen wurden.

Im vergangenen Jahr habe es 106 Ausschreibungen gegeben, um palästinensischen Besitz in Orten wie Nazareth oder Haifa zu veräußern. Derartige Verkäufe verstoßen nach Angaben der Organisation gegen israelisches und internationales Recht. Die Organisation hat sich zunächst an die Generalstaatsanwaltschaft und die Landbehörde gewandt, will aber auch den Obersten Gerichtshof anrufen.

Der Staat Israel wurde 1948 auf einem Gebiet errichtet, das drei Viertel des historischen Palästina ausmacht. Rund 760.000 Palästinenser mussten in der Folge ihre Heimat verlassen. Die Rückkehr dieser palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen, insgesamt rund fünf Millionen Menschen, ist eine der umstrittensten Fragen im Nahostfriedensprozess. (APA)

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