Ehrgeiz da, Gesundheit dort

22. Juni 2009, 17:55
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Das Netzwerk "Sauber und ge­sund" will Hobbysportler per Broschüre informieren

Wien - Auch Hobbysportler greifen zu Medikamenten, um ihre körperlichen Leistungen zu steigern. Nun bilden der Österreichische Apothekerverband, das Sportministerium und die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) das Netzwerk "Sauber und gesund" , eine kostenlose Informationsbroschüre liegt ab sofort in allen öffentlichen Apotheken auf.

"Um Doping wirksam zu bekämpfen, müssen wir in die Köpfe der Sportler" , erklärte Sportminister Norbert Darabos bei der Präsentation am Montag in Wien. Friedemann Bachleitner-Hofmann, Präsident des Apothekerverbandes, sagte "Ja zum Sport, Nein zum Arzneimittelmissbrauch" . Gefährlich sei es, "wenn der Ehrgeiz die Gesundheit schlagen will" . Statt Verletzungen zu kurieren, würden Sportler durch Medikamente Schmerzen unterdrücken. Kurzfristig ließe sich ungehindert weitertrainieren, langfristig werden Bänder, Sehnen und Gelenke geschädigt.

"Olympiazentrum" IMSB

Dem 1982 gegründeten "Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung" (IMSB) verlieh ÖOC-Präsident Leo Wallner ebenfalls gestern den Status eines "Olympiazentrums" . Die Graduierung ist die Folge der "hervorragenden umfassenden Betreuung von Spitzensportlern" über viele Jahre, wie Wallner sich ausdrückte. IMSB-Gründer Hans Holdhaus stellt nach eigenen Worten die koordinierte, auf wissenschaftlicher Basis stehende Begleitung von Sportlern in den Mittelpunkt, die er neben dem ÖOC u. a. auch vielen Fachverbänden widmet.

Neben der Vorstellung des neuen Bekleidungssponsors Erima, in dessen Leiberln die Deutschen 1974 Fußballweltmeister wurden, nahm Wallner gemeinsam mit ÖOC-Generalsekretär Matthias Bogner die Gelegenheit wahr, den "Olympic Day" 2010 anzukündigen. Er wird am 23. Juni in ganz Österreich in verschiedenen "Olympiazentren" (IMSB, Linz, Salzburg, Vorarlberg) durchgeführt und ehrt den Jahrestag der Gründung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Jahr 1894. (APA, josko, DER STANDARD Printausgabe, 23.6.2009)

 

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