Analyse der Wiener Grünen

Basisdemokraten ringen mit den "Basiswapplern"

22. Juni 2009 17:49

Ungeplante Unterstützung führt bei den Wiener Grünen nicht gerade zu ungetrübter Freude

Wien - Man könnte sagen, es ist ein Luxusproblem, vor dem die Wiener Grünen derzeit stehen. Da formiert sich, ohne Zutun der Partei, eine Unterstützerbewegung im Internet. Eine Hundertschaft von grünaffinen Menschen will auf einmal mitmachen in der Partei. Oder besser gesagt: mitreden. Und das geht bei den Grünen per einfacher Registrierung.

Unter dem Stichwort "grüne Vorwahlen" wurde in den letzten Wochen eine Debatte losgetreten, die die Wiener Ökos direkt ins Mark trifft. Die unerschütterlichen Basisdemokraten sind mit einer Basis konfrontiert, die sie nicht kennen - und möglicherweise gar nicht wollen. "Da die Teilhabe an den Grünen über Listenabstimmung hinaus ein entscheidendes Kriterium für die Aufnahme als Unterstützer ist, sehen wir uns daher leider nicht in der Lage, deinen Antrag anzunehmen" , erfuhr etwa ein Blogger, der diese Ablehnung prompt publik machte. Grünen-Landesgeschäftsführer Robert Korbei hat auf seiner Website alle Hände voll zu damit zu tun, aufgewühlte Unterstützer zu beruhigen.

Doch Korbei und Co plagen noch ganz andere Sorgen. Die Listen-erstellung für die Wiener Gemeinderatswahlen, die im November erfolgen soll, wird zur Zitterpartie. In der Parteizentrale geht man davon aus, dass sich die Zahl der anwesenden Mitglieder und die der Unterstützer etwa die Waage halten könnte. Niemand weiß, wie und ob gewisse Kandidaten von den grünen Vorwählern gepusht werden.

Zumindest einen kleinen Riegel hat man der Beteiligung der grünen Vorwähler bei der Landesversammlung am Sonntag vorgeschoben: Sie dürfen nicht bei der "Vertrauensabstimmung" mitvotieren. Dieser müssen sich Personen unterziehen, die zum dritten Mal für eine Funktion kandidieren.

Diktat der Basis versus strategische Planung von "oben" - das ewige Dilemma der Grünen. Die Statuten, die sich die Partei vor mehr als 20 Jahren gegeben hat, würden nicht zu einem modernen, schnelllebigen Politikbetrieb passen, monieren Insider. Jeden Sager, jedes Verhandlungsergebnis müsse man praktisch mit der gesamten Partei abklären. Eine zeitraubende Beschäftigung, die die Grünen behäbiger werden ließ, als ihnen selber lieb ist - und die sie nach den Wiener Gemeinderatswahlen zu einem äußerst schwierigen Koalitionspartner machen könnte.

Ob die Neo-Unterstützer dazu beitragen, den grünen Abwärtstrend bei Wahlen zu stoppen, wird sich herausstellen. Eines haben sie jedenfalls geschafft, schreibt Korbei in seinem Blog: "Ihr habt uns, die Grünen, an unsere Grenzen gebracht und daran erinnert, dass wir noch nicht die Partei sind, die wir immer sein wollen." (Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 23.6.2009)

 

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Student der Magie
25.06.2009 17:22
Proleme der Grünen sind meiner Meinung nach:

.) was ist aus der Bürgerbewegung geworden?

Freunde haben wegen Umweltverschmutzungen sich per Mail an die Grünen gewandt und nicht einmal eine Antwort bekommen
Der Kontakt mit den Normalbürger scheint verloren

.) wie kann eine ehemalige Bürgerbewegung gegen die Volksabstimmung zum Lissabonvertrag sein (EU-weit hin oder her, man muss es mal im eigenen Land machen, vielleicht ziehen dann auch andere mit,...) und als ehemals EU-Gegner alles was von der EU kommt abnicken?

.) Nicht nachvollziehbare Personalrogaden mögen ihr Übriges dazu tun. Auf mich wirken die Grünen, als wären sie von den Großbanken und Großkonzernen eingekauft worden, ob es wirklich so ist kann ich natürlich nicht sagen, aber es wirkt eben so;)

24.06.2009 17:28


Die Grünen in Wien sind so stark, dass sie locker auf 1-3%punkte verzichten können.

Es geht um Posten und Geld.

Ein echter Demokrat mit lockerem Verhältnis zu Macht und Geld würde es der Wählerschaft erlauben die Liste per Vzg. stimmen durchzumischen.

Das geht aber auch bei den Grünen nicht.

Deswegen jetzt der Widerstand gegen #grünevw.
Um reinzukommen muß man auf der Liste an "wählbarer" Stelle sein.

Würde man es der Wählerschaft erlauben per Vzg.stimmen die Kandidaten endgültig zu reihen würden #grünevw etwas am Brisanz verlieren.
Jeder Listenplatz wäre eine "wählbare" Position.

Freilich, jene mit mangelnder Resonanz in der Wählerschaft müssen beides abwehren: #grünevw und Vzg.stimmenreihung.

Wär Grün wählt wählt letztlich auch nur eine vom Parteiestablishment vorgegebene Liste.

Sicher bei den Grünen entscheiden mehr Leute als bei SPÖVP.

Aber wie repräsentativ der heilige Bundeskongress, mit ca 200 Deligierten (Viele Bussi-Bussi FreundInnen, Parteiangestellte, und bezahlte Funktionäre darunter) bei einer Wählerschaft von über 500.000 ist, möge jeder selbst entscheiden.

Nissia
07.08.2009 10:24

mittlerweile sind die grünen die gefährlichste partei überhaupt.

Zitat Van der Bellen: (ex-Bundessprecher der Grünen Österreich)
Zum Grundsatzprogramm der Grünen: "Was wir still und heimlich machen, steht auf einem anderen Blatt Papier." (ORF-Pressestunde 18.06.06)
Laut britischem Regierungsbericht könnten Biowaffen eingesetzt werden um die Überbevölkerung zu bekämpfen
Dossier des Verteidigungsministeriums umreißt albtraumhafte Vision einer neuen Weltordnung: Ethnische Säuberungen, Kämpfe zwischen sozialen Klassen, Gehirn-Chips bis zum Jahr 2035
http://infokrieg.tv/bleakfutu... 090407.htm

Wie vorhergesagt: Skeptiker der Theorie über globale Erwärmung werden mit Holocaust-Leugnern in Verbindung gebracht
http://www.infokrieg.tv/

phaidros
23.10.2009 20:21

irgendwie suess, diese paranoia.
aber was hat das alles mit den wiener gruenen zu tun?

4simo
 
25.06.2009 12:29
im allgemeinen

ist ein Gespräch eher zu errreichen, wenn jeder versucht die argumente der anderen zu verstehen und zu respektieren.

besonders, wenn der grund für vorsichtig eigentlich offensichtlich ist.

das gegenteil davon ist, die argumente abzuwerten, und die menschen zu diffamieren
beides beherrschen Sie vortrefflich!

ist nur die frage, was Sie damit bezwecken!

Nissia
07.08.2009 10:26

alos ich persönlich bezwecke, alles zu tun um die grünen abzuwählen.

4simo
 
07.08.2009 13:05
naja, meh rüber Ihre stimme wirds nicht hinausgehen

und wenn ich mir die anderen parteien anschau.. naja.. wenn Ihnen die blaunen variationen besser passen.....



viel spaß bei ihren bezweckungen°

schnupps
25.06.2009 21:37

Na was wohl? Nach seine rechten Sprüchen zuletzt?

BogumirOrjoltschaschtsch
 
24.06.2009 13:05
Die Grüne denken über sich selbst ununterbrochen und krampfhaft nach.

Wenn sie so weiterwurschtln, dann braucht sie niemand mehr. © copyright: Gerfried Sperl in der Standard.

Nissia
07.08.2009 10:28
"Was wir still und heimlich machen, steht auf einem anderen Blatt Papier." (ORF-Pressestunde 18.06.06)

sie denken nicht nach: denken ist längst bei den neo-grünen ein fremdwort.

nein: sie lügen weiter à la: "unsere politik ist toll, nur bei der pR vermittleung happert's!

Zitat Van der Bellen: (ex-Bundessprecher der Grünen Österreich)
Zum Grundsatzprogramm der Grünen: "Was wir still und heimlich machen, steht auf einem anderen Blatt Papier." (ORF-Pressestunde 18.06.06)
Laut britischem Regierungsbericht könnten Biowaffen eingesetzt werden um die Überbevölkerung zu bekämpfen
Dossier des Verteidigungsministeriums umreißt albtraumhafte Vision einer neuen Weltordnung: Ethnische Säuberungen, Kämpfe zwischen sozialen Klassen, Gehirn-Chips bis zum Jahr 2035
http://infokrieg.tv/bleakfutu... 090407.htm

Wie vorhergesagt: Skeptiker der Th

Eva Porate
23.06.2009 15:42
VOR LAUTER DENKEN DEPPERT WORDEN


Die Grüne denken über sich selbst ununterbrochen und krampfhaft nach. Durch diese art Gruppen-Onanie haben sie die Verbindung zur Aussenwelt völlig verloren. Auch der einfache menschliche Verstand lässt infolge sehr stark bis auf wenige Ausnahmen (Dönmez) nach. Für die Aussenwelt ist die grüne Selbstzerfleischung völlig uninteressant, und damit langsam die ganze grüne Idee.

kmmm
23.06.2009 13:45
bitte

lasst sie runter

Jambala Magdalena
23.06.2009 13:35

Das wird doch nicht eine hinterhältige Kampagne sein?

eamon clever
23.06.2009 13:14
das problem ist, dass die führungswappler auf die basis schielen müssen ohne strategie und politisches

selbstverständnis gegenüber den inhomogenen wählergruppen zu haben.
Der glaube, dass grünbewegte liberale oder auch bildungsbürger weiterhin für die kummerln in der wiener führung stimmen, ist mit sicherheit der falsche ansatz. Auch die bobos nicht, weil wir wollen weiterhin unseren wein trinken und von unseren aktienpaketen leben und ned für irgendwelche phantastereien abgezockt werden durch vermögens- oder was weiß ich steuer.

Mucosaprolaps
23.06.2009 15:15

Eine ganze Reihe an Irrtümern und Unterstellungen:

"Kummerln" ist sicher übertrieben - die Unterstellung der Krone und der Blaunen, die Grünen seien "linksextrem" oder "kommunistisch", wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer.

Bobos? Wein trinken gern; ich hab nur noch nie einen getroffen, dessen Aktienpaket ihn wahnsinnig reich gemacht hätte. Du verwechselst das Konzept nicht etwa mit "Yuppie"?

Außerdem: Die brutal-primitive Einstellung mancher Wähler, man müsse als Reicher ja leider die verblödeten Konservativen wählen, um das hart ergaunerte oder ererbte Vermögen vor dem Zugriff des analphabetischen Unterschichtenproletariats zu bewahren, mag unter VP-Hofratswitwen verbreitet sein, bei Grünen IMO eher nicht.

Miriam Kofler1
24.06.2009 08:48

Dann beantworte mir bitte folgende Frage: wer, wenn nicht ein Kommunist, würde eine staatliche Preisfestlegung (Beispiel aus dem EU-Wahlkampf: gesunde Lebensmittel) fordern?

Miriam Kofler1
23.06.2009 11:53
Wie würden die Grünen in der Regierung agieren,

wenn irgendjemand bestehende Minderheitenrechte einfordert? Auch einfach das Gesetz verändern und drüberfahren?

http://blog.liberale.at/

Grusoleum
23.06.2009 21:05

Wie ist eure Strategie für die Wienwahl 2010 und wann beginnt ihr wahlzukämpfen ?
Wenn ihr ab sofort zu rennen beginnt könnt ihr in den Gemeinderat kommen.

Miriam Kofler1
24.06.2009 08:49

da mußt Du hier fragen: wien@liberale.at.

Ich selbst bin nicht aus Wien, weiß aber, daß sich da viel tut.

Leau
25.06.2009 08:21

Danke für die Antwort soll ich ausrichten.

Ed L. Bitter
23.06.2009 10:51
DAS UNWICHTIGSTE POLITISCHE THEMA DES JARES:

Was machen die Grünen und warum.

systemfehler1
23.06.2009 08:05
Huhu!!!!

Da hat jemand Angst vor eingeschleusten Agente!
Agent prvocateurs!

Sooooo wichtig sind die Grünen?

Oder geht´s nur um nicht geduldeten Widerspruch von "Wapplern, die eh ka Ahnung haben!"

Eine Proletarierinvasien, die da befürchtet wird?

Pfui Deubel aba auch!

powerIuser
23.06.2009 11:06

sag was glaubst wie funktioniert Politik, da wird mit harten Bandagen gekämpft.

Ich würd so was praktisch jeder der anderen Parteien zutrauen, auch wenn zumindest zwei davon in Wien zu wenig Leute für den Spaß haben und die dritte nicht wirklich profitiert... wobei...

hugo wiener2
23.06.2009 09:18

hehe...ich hab mein ticket. ich werde mithelfen die grünen dort hin zu bringen wo sie hingehören (auf den komposthaufen der geschichte).

Desert Eagle .50
23.06.2009 13:44

...das nenn' ich demokratieverständnis!

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