Linke Extremisten bekennen sich zu Polizistenmord

22. Juni 2009, 16:20
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Bekennerschreiben bei der Athener Zeitung eingegangen

Athen - Die griechische linke Untergrundorganisation "Revolutionären-Sekte" hat am Montag die Verantwortung für den Mord an einem Polizisten in Athen übernommen. Das Bekennerschreiben sei bei der Athener Zeitung "Ta Nea" eingegangen. Darin sollen die Extremisten mit weiteren Anschlägen drohen, berichtete das Staatsradio. Bei dem am vergangenen Mittwoch erschossenen griechischen Polizisten handelte es sich um einen Personenschützer, der auf eine Frau aufpasst hatte, die als Zeugin gegen eine griechische Untergrundorganisation aufgetreten war.

Neuer Höhepunkt

Mit dem Mord erreichte die Gewalt in Griechenland einen neuen Höhepunkt. Die Untergrundorganisation "Revolutionären-Sekte" hatte bisher nur unblutige Anschläge verübt. Ihre Mitglieder hatten in den vergangenen Monaten mehrere Schüsse auf eine Polizeistation und einen Fernsehsender abgefeuert. Verletzt wurde dabei niemand.

In Griechenland kommt es seit Dezember vergangenen Jahres vermehrt zu Angriffen auf die Polizei. Damals war ein 15-Jähriger in Athen durch eine Polizeikugel getötet worden. Im Jänner wurde ein Polizist bei einem Angriff von schwer bewaffneten Extremisten lebensgefährlich verletzt. Zudem wurden mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen verübt. (APA/dpa)

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    Untersuchungen am Auto des Mordopfers

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