"Profiler" vergleichen Weiße Haie mit Serienmördern

22. Juni 2009, 16:28
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Deren Gemeinsamkeit ist ein fixer "Ankerpunkt", von dem aus sie ihre Streifzüge unternehmen

London - Weiße Haie und Serienmörder jagen laut einer Studie nach einem ähnlichen Muster - beide gehen bei ihrer Opfersuche nämlich von einem fixen Ausgangspunkt vor, zu dem sie immer wieder zurückkehren. Zu dem Ergebnis kommt ein Wissenschafterteam um den US-Meeresbiologen Neil Hammerschlag von der Universität Miami. Er veröffentlichte seine Forschungsergebnisse in dem britischen Fachmagazin "Journal of Zoology".

Zur Eforschung des Jagdverhaltens der Weißen Haie (Carcharodon carcharias) nutzten die US-Biologen Ermittlungstechniken der Polizei und gingen wie "Profiler" vor, wenn diese ein Persönlichkeitsprofil beispielsweise von einem Serientäter geografisch erstellen. Die Wissenschafter verzeichneten die Schuaplätze von 340 Angriffen von Haien auf Robben und orteten den gemeinsamen Ankerpunkt. Bei Verbrechern ist dieser sogenannte Ankerpunkt meistens der Wohnort oder der Arbeitsplatz.

Die Forscher fanden in ihrer Studie heraus, dass auch Weiße Haie mit Jagderfahrung eine fest definierte Suchbasis haben. Gewöhnlich schlagen die Raubtiere 100 Meter vor einer Insel zu, auf der Robben leben. Kleinere und jüngere Haie haben dagegen zerstreutere Suchmuster und sind weniger erfolgreich. "Das Jagdverhalten von Haien ist äußerst schwierig zu ergründen und diese Arbeit wird bedeutende Auswirkungen für unser Verständnis darüber haben, wie Raubtiere ihre Beute jagen", sagte der Tier-"Profiler" Steven Le Comber von der Universität London. (APA/dpa/red)

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