Journalisten streiken wegen Schließung defizitärer Medien

22. Juni 2009, 15:48
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Viertgrößte Zeitung und Sender sollen zugemacht werden

Wegen der Schließung der viertgrößten griechischen Zeitung "Eleftheros Typos" sind am Montag die griechischen Journalisten in einen 24-stündigen Streit getreten. Von Montagnachmittag 17.00 Uhr bis 17.00 Uhr am Dienstag werde es demnach in Griechenland keine Nachrichten im Fernsehen und im Radio geben. Zudem werden am Dienstag keine Zeitungen erscheinen.

Am Montagvormittag hatte die griechische Reeder/Verleger-Familie Angelopoulos überraschend die Schließung der Zeitung "Eleftheros Typos" und des Nachrichtensenders "City 99,5" wegen "großer Defizite" angekündigt. Insgesamt wurden damit etwa 350 Journalisten und Techniker arbeitslos. In Griechenland sind die meisten Verlage defizitär. Sie werden hauptsächlich von Reedern und Bauunternehmern finanziell unterstützt und "am Leben" gehalten. Die geschlossene Zeitung hatte täglich eine Auflage von nur rund 30.000 Blättern. (APA/dpa)

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