AMAG soll sich um Landeshaftung bemühen

22. Juni 2009, 15:01
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Landeshauptmann Pühringer bestätigt nur Anfrage

Linz - Nach KTM und der Lenzing AG soll das nächste heimische Unternehmen um Unterstützung bei der Oberösterreichischen Landesregierung angefragt haben: Medienberichten zufolge soll das Land auch für die Austria Metall AG (AMAG) mit Sitz in Ranshofen (Braunau) eine Haftung übernehmen. Landeshauptmann Josef Pühringer (V) bestätigte am Montag im Gespräch mit der APA lediglich, dass das Unternehmen angefragt hat. Details könne er vorerst aber nicht bekanntgeben.

Die AMAG gehört zu 10 Prozent den Mitarbeitern, zu knapp 74 Prozent der Wiener Constantia Packaging AG und zu 16,55 Prozent der niederländischen Constantia Packaging B.V., die von den Turbulenzen rund um die Constantia Privatbank und die Immofinanz-Gruppe erfasst worden war. Sollte die Haftung schlagend werden, würde das Land einen Anteil von 25 Prozent plus eine Aktie an der AMAG übernehmen, was einen Verkauf ins Ausland zusätzlich erschweren würde. Am Wochenende sollen weitere Gespräche stattgefunden haben.

Für den krisengeschüttelten Motorradhersteller KTM Power Sports hat das Land für 33,6 Mio. Euro die Haftung übernommen. Bei dem Faserhersteller Lenzing AG ging es um 350 Mio. Euro. Laut Rating-Agentur Standard & Poor's könnte das Land Oberösterreich bis zu 1 Mrd. Euro an Haftungen übernehmen. Pühringer gehe aber nicht davon aus, dass diese Summe zur Gänze ausgeschöpft wird. Zehn weitere Unternehmen hätten sich angemeldet, das Land werde jedoch voraussichtlich nicht bei allen tätig werden. (APA)

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