Meinl Bank strebt Einigung an

22. Juni 2009, 17:49
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Die Österreicher und die Unschuld des Julius Meinl V.

Wien - Die Österreicher sind an der Causa Meinl sehr interessiert - und darüber auch gut informiert. Das jedenfalls zeigen erste Ergebnisse einer Image-Umfrage, die die Meinl Bank gerade durchführen lässt. Demnach sei die Mehrheit der rund 1200 Befragten auch von der Unschuld von Julius Meinl V. überzeugt, wie Meinl-Bank-Chef Peter Weinzierl am Montag sagte.

Weinzierl legte auch offen, wie sich die Meinl Bank mit dem Board der Ex-Meinl-Unternehmen Airports (AI) und Power International (PI) einigen möchte. Das Angebot der Bank fordert eine sofortige Ausschüttung des gesamten Barvermögens an die Anleger, die Meinl Bank bietet beim Verkaufsprozess der Projekte ihre Expertise an, gibt Übernahmegarantien für bestimmte Beteiligungen und garantiert die Übernahme "bestimmter Eventualverbindlichkeiten". Zudem fordert die Privatbank 20 Mio. Euro für die Einstellung "sämtlicher Rechtsstreitigkeiten von beiden Seiten".

Die AI/PI-Direktoren haben das Angebot, wie berichtet, abgelehnt. Wie zu hören ist, habe vor allem die Tatsache, dass nochmals Geld an die Meinl Bank fließen soll, zum Abbruch der Gespräche geführt. Das AI/PI-Board soll für eine einvernehmliche Lösung einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gefordert haben. Die Meinl Bank zeigt sich weiter versöhnlich, Weinzierl: "Die Türe ist nicht zu." (bpf, DER STANDARD, Printausgabe, 23.6.2009)

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