Jabornegg & Palffy zeigen Architekturschau

22. Juni 2009, 14:05
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In "Bauen im Bestand" steht die Auseinandersetzung mit neuer Architektur im historischen Kontext im Mittelpunkt

München - Die Ausstellung "Bauen im Bestand"  der Architekten Christian Jabornegg (geboren 1956 in Wels) und Andras Palffy (geboren 1954 in Budapest), die am Mittwoch (24. Juni) im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne eröffnet wird. Dabei steht die Auseinandersetzung mit neuer Architektur im historischen Kontext im Mittelpunkt, mit dem das 1988 gegründete Wiener Architekturbüro u.a. beim Museum Judenplatz oder beim Umbau einer ehemaligen Hutfabrik in die Generali Foundation erfolgreich war. Bis 27. September sind über dreißig didaktisch aufbereitete Modelle zu vierzehn ausgewählten Bauten des Duos zu sehen.

"Die Architekten rücken nicht den isolierten Bau oder den Designwert der Architektur in den Vordergrund, sondern fragen nach dem Kontext als grundlegender Referenz für jeden baulichen Eingriff", heißt es in der Ankündigung der Ausstellung, "'Bauen im Bestand' verstehen sie als komplexes und vielschichtiges Zusammenwirken von vorhandener Bausubstanz, Raumprogramm, architektonischer Qualität und konstruktiven Lösungen."

Analysen, Modelle, Pläne

In der Schau wird mit Bestandsaufnahmen, Analysen, Modellen, Plänen und Fotografien dokumentiert, "wie aus der 'Reibung' mit dem historischen Umfeld neue architektonische komplexe Lösungen entstehen". Als Beispiele dienen u.a. die Errichtung des unterirdischen Museums am Wiener Judenplatz (2000), der Umbau des Palais Rothschild in ein Verwaltungsgebäude der Schoellerbank Wien (2000), die Freilegung und Einbeziehung der Baugeschichte im Rahmen der Errichtung einer Aussichtsterrasse in Stift Altenburg (2007), das Projekt zur Überdachung des Passionsspielhauses Oberammergau oder die siegreiche Einreichung für eine Erweiterung des Schlosses Esterhazy in Eisenstadt. (APA)

 

  • Jabornegg & Pálffy: Generali Foundation Wien.
    foto: © ivan nemec

    Jabornegg & Pálffy: Generali Foundation Wien.

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