"Männlich, vom Computer besessen und ohne Freundin"

22. März 2003, 18:09
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Außerdem noch zwischen 14 und 34 und interessiert die Welt ins Chaos zu stürzen - Das Jobprofil eines Virenschreibers

Der Anti-Virenhersteller Sophos hat nach Auswertung bekannter Viren-Attacken das Profil eines durchschnittlichen Virenschreibers erstellt. Nach Meinung der Experten handelt es sich beim typischen Virenschreiber um einen Mann zwischen 14 und 34, der besessen von Computer ist, ohne Freundin auskommen muss und die Welt ins Chaos stürzen will.

1000 Viren im Monat

Laut Angaben von Sophos werden jeden Monat rund 1000 neue Viren erschaffen. „Besonders bei einem neuen Betriebssystem merkt man einen starken Anstieg von Angriffen mit Computerschädlingen“, so Jan Hruska von Sophos. „Bis jetzt konnten wir keine Anzeichen für eine mögliche Abnahme von neugeschriebenen Viren erkennen“, so Hruska weiter.

Auf der suche nach neuen Opfer

Virenschreiber seien ständig auf der Suche nach Opfern und neuen Angriffsmöglichkeiten, so Sophos. Neue Sicherheitslücken und der Wunsch bessere und komplexere Schädlinge zu erschaffen, wertet der Anti-Virenhersteller als Triebfedern. Für die kommenden Jahre erwarten die Experten einen starken Anstieg der Angriffe.

Digitales Graffiti

„Sie (die Virenschreiber, Anm. der Red) haben einen chronischen Mangel an Freundinnen, weisen üblicherweise soziale Unzulänglichkeiten auf und sind getrieben vom Zwang einen selbständig replizierenden Code zu schreiben“, so Hruska. „Sie sehen dies als eine Art digitales Graffiti“.

Neue Gefahren durch neue Betriebssysteme

Die Experten sind sich einig, dass jedes neue Betriebssystem neue Arten von Viren hervorbringen wird. Jedes neue Feature in der Software wird auch neues Angriffsmöglichkeiten bieten, so die düsteren Zukunftsaussichten.

Das Internet verbindet

Einen wesentlichen Faktor für den Anstieg der Virenattacken sehen die Anti-Virenhersteller im regen Datenaustausch der Virenschreiber über das Internet. „Die Source Codes bekannter und gefährlicher Viren lassen sich problemlos im Internet finden und sorgen so für weitere Angriffe und immer neue Varianten“, so Hruska.(red)

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Sophos

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    foto: photodisc
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