Mehr als 20 Tote im Nordwesten des Landes

22. Juni 2009, 12:51
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Bei Bombardierung von Taliban-Stellungen

Islamabad - Bei Luftangriffen des pakistanischen Militärs sind im unruhigen Nordwesten des Landes mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Wie am Montag aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete, bombardierte die Luftwaffe Stellungen der radikal-islamischen Taliban im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan. Unter den Toten seien 15 Aufständische. Zudem starben den Angaben zufolge drei Frauen und drei Kinder, als Kampfflugzeuge das Haus eines Taliban-nahen islamischen Geistlichen beschossen.

Eine offizielle Stellungnahme der Armee lag zunächst vor. Ein Sprecher der Taliban erklärte dagegen, die meisten Opfer seien Zivilisten gewesen. Erst am Sonntag waren bei Luftangriffen in der Region an der Grenze zu Afghanistan zehn Zivilisten getötet worden.

Tehrik-e-Taliban

In Süd-Waziristan geht das Militär seit Tagen massiv gegen die Bewegung Tehrik-e-Taliban des pakistanischen Extremisten-Führers Baitullah Mehsud vor. Mehsud wird für zahlreiche blutige Anschläge in Pakistan verantwortlich gemacht. Zudem soll er enge Verbindungen zu Taliban-Gruppen und Al-Kaida-Terroristen haben, die im Nachbarland Afghanistan aktiv sind und die Stammesregion als Rückzugsraum nutzen. Für Mehsuds Ergreifung hat die Regierung in Islamabad ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar (3,5 Millionen Euro) ausgesetzt. (APA/dpa)

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