Grenzstreit

EU verordnet Kroatien und Slowenien Denkpause

22. Juni 2009, 12:45

Schweden: "Bilateraler Konflikt"

Brüssel - Der schwedische EU-Ratsvorsitz werde sich in den kroatisch-slowenischen Grenzstreit nicht einmischen und zunächst nichts unternehmen. Dies erklärte der schwedische Außenminister Carl Bildt am Montag in Brüssel anlässlich der Präsentation der Schwerpunkte der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft ab 1. Juli. "Es ist Zeit für Reflexionen in beiden Ländern. Das ist ein bilateraler Konflikt", betonte Bildt. Kroatien und Slowenien selbst seien verpflichtet, diesen bilateralen Streit zu lösen. Bilaterale Konflikte sollten jedoch EU-Beitrittsgespräche nicht behindern, fügte er hinzu.

Er hoffe, dass die beiden Ländern nun "nachdenken" und er werde sie "gerne anhören, wenn sie etwas zu sagen haben", so Bildt. Auf die Folgen für das Ziel Kroatiens angesprochen, seine EU-Beitrittsgespräche bis Ende des Jahres abschließen zu wollen, sagte der Minister: "Ich kann nicht klarer sein. Das müssen die beiden Länder lösen."

Beitrittsgespräche in weiter Ferne

Nach dem Scheitern einer Vermittlungsinitiative durch EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn im slowenisch-kroatischen Grenzkonflikt rückte eine Fortsetzung der EU-Beitrittsgespräche Kroatiens wegen der Blockade Sloweniens in weite Ferne. Außenminister Michael Spindelegger hatte beim EU-Gipfel vorige Woche erklärt, dass er eine weitere Verschiebung der Beitrittsverhandlungen Kroatiens erwartet. Die eigentlich für 26. Juni angesetzte nächste Runde der Verhandlungen sei "nicht sehr realistisch". Ljubljana blockiert die Gespräche seit vergangenem Dezember, weil Kroatien aus Sicht Sloweniens der EU Dokumente präsentiert hatte, die den seit 1991 umstrittenen Grenzverlauf zwischen den beiden Staaten präjudizieren. (APA)

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Zelten!
00
26.6.2009, 17:39
ein sinnloser Streit

um internationale Gewässer bei dem es um den Winkel geht, nach dem die Grenze beginnend von der Mündung des kleinen Baches Dragonja/Dragogna hinaus aufs Meer geht. Slowenien will einen Winkel möglichst zwischen 90 und 180 Grad, um einen Zugang zu internationalen Adriagewässern zu haben, ohne durch kroatische Hoheitsgewässer zu haben. Kroatien hingegen tendiert eher Richtung 0 Grad und schickt seine Fischer in Scharmützel in der umstrittenen Zone.

Das absurde daran: sobald Kroatien beigetreten ist, wäre der Konflikt hinfällig, denn dann wäre der umstrittene Bereich ohnehin EU-Gewässer.

Hier geht es nicht um Fischereirechte sondern um Geschichte ...

Felix Meritis
17
24.6.2009, 14:36

Slowenien betritt quasi zum ersten Mal das Parkett der internationalen Politik, 85% der Europäer haben von dem Land wahrscheinlich noch nie gehört - und dann präsentiert es sich so unsympathisch. Ein vermurkstes Debüt!

pravda100
72
25.6.2009, 11:42
Ein Recht darauf

Das was Slowenien macht ist völlig ok.
Man muss bedenken Kroatien hat 1000 Inseln und möchte dem Brudervolk keinen cm. Strand abtreten.
Eine bekannte Methode.

Zelten!
00
26.6.2009, 17:40
um den Strand geht es nicht!

der Küstenverlauf ist nicht strittig!!!

jole79
03
25.6.2009, 20:07

natürlich ist es für sie ok was slowenien macht.
sie sind ja auch ein serbischer nationalist,für den objektivität ein fremdwort ist.
die niederlage noch immer nicht verkraftet ;-) ?

LPFe
10
30.6.2009, 20:01
und Sie sind leider ein von kroatischen Medien manipulierter Nationalist für den Objektivität ein noch viel grösseres Fremdwort ist.

Liburna
01
25.6.2009, 16:11
Ist schon toll was ?!

Da hat man über 1000 Inseln, meer als die ganze EU zusammen, und es ist verständlich dass Neid, Mißgunst und Habenwollen bei den Nachbarn aufkommen. Aber übrigens, ein Brudervolk sind diese verkommenen Landratten sicher nicht. Obwohl, schön ist die Kroatische Küste mit den über tausend Inseln schon, ... und dann der ungeschränkte Zugang zu den internationalen Gewässern ist wohl die Krone der Schöpfung.

Let's agree not to agree
11
25.6.2009, 16:04
1246 Inseln...

...um genau zu sein (davon 47 bewohnt), und Slowenien hat keine einzige - Ätsch!!!

Untersteirer
20
25.6.2009, 16:17
Slowenien hat wohl eine. Die Insel im Bleder See :) Ätsch :)

DrSigmundFreud
 
23
25.6.2009, 13:49

...was für ein brudervolk????
...und warum sollte ein land dem anderem territorium herschenken???
...welches land schenkt noch territorium her? einfach so? österreich vielleicht?

piipo
03
25.6.2009, 12:27
du bist nicht bei "Wünsch dir was"

LPFe
00
30.6.2009, 20:02
stimmt ...

Kroatien wünscht den EU-Beitritt; und dieser Wunsch kann leider nicht erfüllt werden

pravda100
20
25.6.2009, 11:16
Ja,ja die übliche von Ihnen

Wie gesagt, sie wollen es einfach nicht kapieren. Wenn Sie sich so gut auskennen was die mobilisierung Serbiens betrifft und hier auf einen Link auf Wikipedia gedeutet wird, dann haben Sie auch bestimmt dort nachgelesen das bei einer mobilisierung Serbiens 2,5 Millionen Frauen und Männer unter Waffen stehen zwischen 15 und 49 Jahren. Ich wiederhole, Serbien hat die Serbischen Minderheiten in Euren Ländern logistisch unterstützt.
Sie können hier weiter Ihre Propaganda verbreiten . FAKT IST : Das damals und Heute die Republik Serbien militärisch besser da steht als Ihr
Balk. swasiland das fast Ethnisch rein ist. Nehmen Sie sich doch den NATO Krieg als Beispiel. 19 Staaten haben nur die Lufthoheit erlangt. Ihr habt keine Chance.

Kaineanung
 
00
30.6.2009, 16:45

Wenn Sie sich an sowas klammern dann tut es mir aufrichtig Leid für Sie.
NATO hat es nicht nötig gehabt 'einzumarschieren' da es ja ganz gut aus der Luft zu erledigen war.
Das Sie sich immer noch an das Militär klammern kommt sicherlich davon das sonst nichts übrig geblieben ist nach der jahrelangen Milosevic-Herrschaft und anschliessend, noch schlimmer, die Radikal-Nationalisten.
Das die serbische Armee es geschafft hat Serbien zu beschützen ist sehr gut, nur das in Serbien niemand einmarschiert ist. Anderorts ist die serbische Armee sicherlich nur aus taktischen Überlegungen 'zurückgewichen'. Wie z.B. Kroatien, BH oder dem Kosovo, richtig ? Egal, zumindest ich lass Sie in Ihrer Illusion leben....

Untersteirer
20
25.6.2009, 09:27

Die aktuelle Regierung hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, für wahr. Aber Ihre Analyse ist m. E. nicht korrekt. Slo hatte die Präsidentschaft der EU inne, trat den Euro bei, was in den europ. Medien durch Berichte dargestellt wurde. Sie sollten vielleicht auch ein paar franz. und/oder engl.-sprachige Zeitungen lesen... Was das Veto angeht, so gebe ich Ihnen Recht - vermurkst. Aber HR hat sich völlig sinnlos aus der Vermittlung zurück gezogen. Als ob die Europäer scharf drauf wären den Konflikt unbedingt lösen zu wollen.

DrSigmundFreud
 
11
25.6.2009, 12:53

"kroatien hat sich aus der vermittlung zurückgezogen" ... wo haben sie den unsinn her?
kroatien hat schon 2 eu-vorschläge akzeptiert, slowenien dagegen nix, will nur erpressen

trotzdem möchte ich ihre behauptung richtigstellen: der sogenennte "bösewicht" ist olli rehn, er hat gesagt er will nicht mehr vermitteln (die eu will übrigens auch nicht mehr vermitteln)
ps.: lesen sie keine presse, wo beziehen sie informationen her???

Untersteirer
21
25.6.2009, 13:22
2 Vorschläge akzeptiert? Einen und den letzten eben nicht...

...stattdessen hat man etwas eigens vorgestellt, weil der böse Rehn wohl nicht das Passende hatte.

DrSigmundFreud
 
12
25.6.2009, 14:01

einen vorschlag ablehnen heißt nicht aus der vermittlung aussteigen, oder?
übrigens hat slowenien hat auch nicht angenommen, wie üblich
kroatien hat im vorjahr bei blockadebeginn den fanzösischen vorschlag auch angenommen,
macht 2 angenommenen kompromissvorschläge v kroatischer seite, 0 von der erpresserseite :-)
was man so hört und liest war das bei letztem slowenischen vorschlag die grenzziehung im meer schon im ausgangspapier fixiert wäre, ... dann gäbe es nix mehr zu verhandeln ;-)

Untersteirer
20
25.6.2009, 14:52

Nun, der Rückzug und die Erklärung Sanaders danach hören sich für mich, und nicht nur für mich, als Ausstieg an. Warum hat die EU denn jetzt Basta gesagt? Wie man gesehen hat, kann man alles ändern und verhandeln. Nichts mit "take it or leave it" a la Hrvatska :) Dann sollen sich die Kroaten eben noch mal und noch mal und noch mal mit dem Loser Pahor und seinem Harry Potter Zbogar hinsetzen und verhandeln...

Zelten!
00
26.6.2009, 17:44
sowohl in Kroatien als auch in Slowenien

wird es leider genauso wie in Österreich eine nationalistische Presse geben, auf die viele Menschen hineinfallen.

Den Politikern bleibt aus diesem Grund oft gar keine Möglichkeit nachzugeben

DrSigmundFreud
 
03
25.6.2009, 19:23

die verhandlungen sind so wie waren zu ende, besprochen ...geschichte, die slowenen haben das ganze zu tode verhandelt und sind trotztdem der meinung weiterverhandeln zu müßen, nur es will NIEMAND mehr, es ist fertig, erfolgreich gescheitert :-)
jetzt folgt eine ruhephase, es werden neue ideen kommen, nur eines ist klar; kroatisches territorum wird für die slowenen immer ein nasser unerfüllter traum bleiben :-)

muff
 
00
25.6.2009, 22:41

für Kroaten ist es kroatisches Territorium für Slowenen slowenisches.
Wenn es eindeutig und nachweislich kroatisches Territorium ist, dann soll es auch so bleiben aus basta. Wenn nicht, dann muss es geklärt werden.

Dieses umstrittene Territorium nun als slowenisches oder kroatisches zu bezeichnen ist aber derzeit nicht sinnvoll.



DrSigmundFreud
 
01
26.6.2009, 09:01

mit beweisen geht man vor gericht, nur hat slowenien keine beweise für die eigenen behauptungen sondern verläßt sich lieber auf mafiamethoden
kroatien wird nichts hergeben, egal wie lange sich sloweinen so krimminel aufführt

LPFe
00
30.6.2009, 20:04
ist ja wirklich herzallerliebst, das Vetorecht als "Mafiamethode" darzustellen ...

sagt viel über Ihre Geisteshaltung aus ...
Haben Sie auch ein Feriendomizil in Kroatien geschenkt bekommen ?

Untersteirer
21
25.6.2009, 13:12
Bitte Herr Freud, bei den Tatsachen bleiben. Hat Sanader den letzten Vorschlag abgelehnt oder nicht?

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