Dauerregen zum Sommerauftakt

22. Juni 2009, 11:49
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Hochwassergefahr steigt - Vor allem im Voralpenbereich kann es zu Ausuferungen und Murenabgängen kommen

Wien - Kein Sommerwetter in Sicht: Vor allem an der Alpennordseite zeichnen sich laut UBIMET große Regenmengen ab. Von der Eisenwurzen bis zum Wienerwald kommen bis Mittwochnachmittag verbreitet 120 bis 150 Liter pro Quadratmeter zusammen, örtlich sind sogar Regenmengen bis 200 Liter pro Quadratmeter möglich.

"Ein umfangreiches Tief mit Zentrum zwischen dem zentralen Mittelmeerraum und dem Balkan steuert ab Montagnachmittag von Osten her hochreichend feuchte Schwarzmeerluft nach Österreich", so Thomas Knabl von der UBIMET Unwetterzentrale. 

Murenabgänge

Zu Ausuferungen und Murenabgängen kann es vor allem im Voralpenbereich kommen. Auch auch mit einem deutlichen Anstieg der Pegel von größeren Flüssen ist zu rechnen. Von Osttirol bis zum Südburgenland halten sich die Regenmengen zwar in Grenzen, hier gibt es auch längere trockene Phasen, dennoch kann es auch hier zeitweise zu starkem, gewittrig durchsetztem Regen kommen.

Erst im Laufe des Mittwochs ist ein Nachlassen der Niederschläge frühestens zu erwarten. Sommerwetter ist aber auch danach nicht in Sicht. Zwar geht es ab Wochenmitte laut UBIMET mit den Temperaturen wieder bergauf, an den Nachmittagen muss man aber weiterhin mit zahlreichen kräftigen Schauern und Gewittern rechnen. Im Bereich dieser Gewitter besteht dann vor allem im Gebirge noch länger erhöhte Hangrutsch- und Murengefahr, weil der Boden so durchnässt ist, dass er die kurzfristig sehr hohen Regenmengen nicht mehr verkraften kann. (red)

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    Regenschirme sind zum Sommerauftakt weiterhin zu empfehlen. Erst im Laufe des Mittwochs ist ein Nachlassen der Niederschläge zu erwarten.

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