Menschenrechtsverein nimmt Missionare in Schutz

22. Juni 2009, 11:11
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IGFM pocht auf das Recht, den Glauben öffentlich zu äußern

Osnabrück - Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat die in Jemen entführten Missionare vor Kritik in Schutz genommen. Zwar seien Hilfstätigkeiten mit missionarischem Bezug in Krisengebieten äußerst gefährlich, sagte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag. Doch "das Recht, seinen Glauben öffentlich zu bekunden, ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben". Die beiden getöteten Pflegehelferinnen hätten selbstlos gehandelt. Dafür gebühre ihnen "größter Respekt und Anerkennung".

Einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge könnte die Entführung der deutschen Christen im Jemen mit ihrer möglichen Missionierungstätigkeit zusammenhängen. Unbekannte hatten die fünfköpfige deutsche Familie, zwei junge deutsche Pflegehelferinnen, eine südkoreanische Lehrerin und einen britischen Ingenieur entführt. Die beiden Helferinnen und die Südkoreanerin wurden von den Geiselnehmern getötet. Von den übrigen Geiseln fehlt bisher jede Spur. (APA/AFP)

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