Portugal will bis zu drei Insassen aufnehmen

21. Juni 2009, 08:18
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Portugiesischer Außenminister: Innenministerium untersucht möglichen Status für die Ex-Häftlinge

Lissabon - Portugal ist nach Angaben seines Außenministers Luis Amado zur Aufnahme von zwei bis drei Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba bereit. Das Innenministerium untersuche derzeit, welchen Status die Ex-Häftlinge erhalten sollten, sagte Amado am Samstagabend laut der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa.

Am Montag hatten sich die Europäische Union und die Vereinigten Staaten nach wochenlangem Tauziehen über die Bedingungen für die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen geeinigt. Die EU-Staaten zeigten sich bereit, "bei der Aufnahme bestimmter Guantanamo-Insassen auf Einzelfallbasis behilflich zu sein". Die USA verpflichten sich im Gegenzug, aufnahmewilligen Ländern alle Sicherheits- und Geheimdienstinformationen über die mutmaßlichen Terrorverdächtigen zu übermitteln und eine Beteiligung an den Kosten zu prüfen.

Palau nimmt 17 Uiguren

Bisher haben sich mehrere europäische Länder grundsätzlich bereiterklärt, Guantanamo-Gefangene aufzunehmen. Österreich lehnt eine Aufnahme ab. Der winzige Pazifik-Inselstaat Palau sagte die Aufnahme von 17 Uiguren aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo zu. Vier Ex-Guantanamo-Insassen wurden bereits auf die Bermudas gebracht. (APA/AFP)

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