Großbritannien befürchtet Tod von Geiseln

20. Juni 2009, 20:42
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Irakischen Behörden übergaben zwei Leichen

London - Großbritannien befürchtet den Tod von zwei Irak-Geiseln. In der Nacht hätten die irakischen Behörden zwei Leichen an Großbritannien überbracht, sagte der britische Außenminister David Miliband am Samstag. Dabei handle es sich womöglich um zwei von fünf Geiseln, die vor mehr als zwei Jahren in Bagdad entführt worden waren. Zwar war die Identität der Toten noch nicht klar. Miliband erklärte, alle Gedanken seien nun bei den Familien der fünf Männer. Die Angehörigen würden "das schlimmste befürchten". Ein Obduktion sei angeordnet worden.

Im Mai 2007 verschleppt

Die fünf Briten - ein Computerspezialist und vier Sicherheitskräfte - waren im Mai 2007 im Finanzministerium in Bagdad vermutlich von schiitischen Milizen gekidnappt worden. Diese hatten per Videobotschaft verkündet, dass sie die Männer töteten, falls Großbritannien seine Soldaten nicht aus dem Irak abziehen sollte. Miliband rief dazu auf, alle Geiseln freizulassen. Die Gefahr für diese sei aber derzeit "sehr hoch". Großbritannien zieht bis Ende Juli alle seine verbleibenden Soldaten im Irak ab. (APA/dpa)

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