Merkel verteidigt Leben in der DDR

20. Juni 2009, 18:26
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Kanzlerin warnt vor Pauschalverurteilung der DDR-Bürger

Berlin - Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die DDR erneut als Unrechtsstaat bezeichnet. Es gehe nicht darum, dass die Straßenverkehrsordnung in Ordnung gewesen sei, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag in Berlin. "Es geht um die Frage, dass die DDR auf Unrecht gegründet war. Es gab keine freien Wahlen, es gab keine Meinungsfreiheit, es gab keine Religionsfreiheit, man konnte keine Parteien gründen, wie man wollte."

Merkel, die in der DDR aufgewachsen ist, warnte aber zugleich davor, pauschal die DDR-Bürger dafür verantwortlich zu machen. "Wir dürfen nicht den Fehler machen, das Leben in einer Diktatur gleichzusetzen mit dem Staat." In der DDR hätten 16 Millionen Menschen gelebt. "Davon waren ein Prozent Stasi-Spitzel. Das hat immer noch für das dichteste Bespitzelungsnetz der Welt gereicht - aber 99 Prozent waren es eben nicht!"

Anstand und Würde

Die allermeisten Menschen in der DDR hätten ihr Leben in Anstand und Würde gelebt. Sie hätten in ihren Familien das weitergeben, was die Deutschen kulturell eine. Deshalb hätten Ost- und Westdeutsche die Einheit auf Basis der gleichen Werte gestalten können. (APA/AP)

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