Vettel auf Pole, Button nur Sechster

20. Juni 2009, 17:45
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Red-Bull-Pilot dominierte die Konkurrenz auch am Samstag, Barrichello und Webber auf den Plätzen - WM-Leader Button zurück

Silverstone - Sebastian Vettel nimmt auch den Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien am Sonntag aus der Pole Position in Angriff. Der 21-jährige Deutsche, der in einem deutlich verbesserten Red Bull schon die freien Trainings dominiert hatte, verwies die Konkurrenz am Samstag im Qualifying in Silverstone in 1:19,509 Minuten deutlich auf die Plätze.

Hinter Vettel landeten Brawn-Pilot Rubens Barrichello (1:19,856) und Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (1:19,868) auf den Rängen zwei und drei. WM-Dominator und Lokalmatador Jenson Button kam nicht über Platz sechs hinaus. Für Vettel ist es die vierte Pole Position seiner Karriere, die dritte in dieser Saison. Der WM-Dritte war zuletzt auch in Istanbul vom ersten Startplatz aus ins Rennen gegangen.

Neuerungen

Mit neuer Nase, neuem Heckflügel, neuer Motorabdeckung, neuem Diffusor und leicht verändertem Radstand scheint Red Bull näher an Brawn herangekommen. "Wir haben mindestens eine halbe Sekunde an Rundenzeit gewonnen. Das ist ein richtiger Quantensprung", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko. "Wir wären in Silverstone aber auch ohne dieses Update sehr schnell gewesen."

Der schnelle Kurs kommt aerodynamisch ausgeklügelten Autos wie dem RB5 entgegen. "Das ganze Wochenende hat bisher hervorragend funktioniert. Punkte werden aber erst am Sonntag vergeben", erinnerte Vettel. "Schon das letzte Mal haben wir gesehen, dass wir uns da noch in gewissen Belangen verbessern müssen."

Vor zwei Wochen in der Türkei war Vettel in der Anfangsphase von der Strecke gerutscht, danach hatte ihn die nicht angepasste Rennstrategie die Chance auf Platz zwei gekostet. Button fuhr seinen sechsten Saisonsieg im siebenten Rennen ein. Die Chance auf Triumph Nummer sieben scheint aber äußerst gering. "Das ist fast unmöglich", gestand der Engländer vor seinen Heimfans. "Ich habe schon die ganze Woche nicht den Speed gehabt."

Teamkollege Rubens Barrichello dagegen fuhr auf Platz zwei - auch dank Räikkönen. Der Finne hatte Webber in seiner schnellen Runde aufgehalten. "Vielleicht hat er Wodka getrunken. Er hat auf der Geraden geschlafen", meinte Webber frustriert. Am Ende fehlten ihm nur 0,012 Sekunden auf Barrichello. Bei freier Fahrt hätte sich der Australier sogar Chancen auf Startplatz eins ausgerechnet.

McLaren "unfassbar langsam"

Neben Barrichello und Webber drängten sich auch noch Toyota-Pilot Jarno Trulli und überraschend der Japaner Kazuki Nakajima im Williams zwischen Vettel und seinen WM-Rivalen Button. Die Ferraris von Räikkönen und Felipe Massa landeten auf den Plätzen neun und elf.

Weltmeister Lewis Hamilton schied zum dritten Mal in Folge bereits in der ersten Quali-Phase aus. Der Vorjahressieger nimmt den Heim-Grand-Prix damit als 19. aus der letzten Startreihe in Angriff. Ein Unfall von Adrian Sutil (Force India) hatte eine letzte schnelle Runde des McLaren-Stars verhindert. "Ich habe alles gegeben", versicherte Hamilton. "Wir waren einfach unfassbar langsam."(red/APA)

 

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    Ein gutes Näschen: der weiterentwickelte Red-Bull-Bolide wird immer flotter.

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