Wie könnte ich den Affenfelsen vergessen?

20. Juni 2009, 10:18
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Was wohl ein Viral ausmacht? Lars: "Would you be proud to be the first one to send it to your friends? If yes, it is a viral." - Von Andreas Putz

Natürlich habe ich den Affenfelsen nicht vergessen. Wie könnte ich?

Was wohl ein Viral ausmacht. Immer wieder drängt die Frage, Sie kennen sie doch sicher auch, ob es denn reiche, die ungeschnittene Version eines TV-Spots ins Netz zu stellen und, Rechnung bitte, damit sei der Fall erledigt. Lars hat eine verblüffend einfache und überzeugende Antwort darauf: "Would you be proud to be the first one to send it to your friends? If yes, it is a viral."

Ist das nicht eine geile Antwort? Ich wünschte, sie wäre mir eingefallen. Ich habe auch kurz überlegt, so zu tun, aber die anderen Jurymitglieder haben den Livemitschnitt von Larsens Rede wohl schon auf ihre Blogs gestellt.

Denken Sie einmal darüber nach: Das ist doch, wenn man so will, ein Stresstest für jeden TV-Spot. Viele davon, und ich wage zu behaupten auch viele, die wir auf der Cannes-Rolle zu sehen bekommen werden, funktionieren im Kontext Mensch-Internet nicht. Liegt das daran, dass sie zu hermetisch konzipiert sind, dass sie wohl als Monolog, nicht aber als Dialog funktionieren?

Verwirrt trete ich in die Abendsonne. Draußen im Meer grüßt mich rotglühend der Affenfelsen. Als "Young Creative" hatte ich ihn vor vielen Jahren nach der Abschlussparty erschwommen, erklommen und getauft. "Komm", flüstert er mir zu. "Komm zu mir. Auf mir klettern viele kleine Krebse herum, die wollen, dass du dich fast zwicken lässt von ihnen." (Von Andreas Putz, Geschäftsführer Jung von Matt/Donau und Mitglied der Cyber-Jury in Cannes, 20.6.2009)

 

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    zeichnung: andreas putz
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