"Bei uns gibt es keine Königinnenmorde"

19. Juni 2009, 18:54
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    foto: standard/hendrich

    Günter Geyer, Vorstandschef der Städtischen, gilt als meistunterschätzter Manager des Landes - "besser als das Gegenteil", meint er.

Günter Geyer erzählt, warum es in der Städtischen unblutiger zugeht als im Bienenstock, und was für ihn, den gegen alles Versicherten, Glück ist

Günter Geyer, Chef der Wiener Städtischen, empfindet die Lage in Osteuropa als beruhigendes Element für seinen Konzern. Warum es in der Städtischen unblutiger zugeht als im Bienenstock, und was für ihn, den gegen alles Versicherten, Glück ist, erfuhr Renate Graber

***

STANDARD: Was gab es denn heute bei Ihnen zum Mittagessen?

Geyer: Wurstsemmerln.

STANDARD: Krisenkost?

Geyer: Aber nein.

STANDARD: Gibt es Ihr Ritual des täglichen gemeinsamen Mittagessens des Vorstands nicht mehr?

Geyer: Doch, wann immer es die Termine zulassen. Wir essen dann in einem kleinen Raum neben der Küche; das ist seit Generationen von Vorständen so. So machen wir fast täglich eine Vorstandssitzung: sehr produktiv.

STANDARD: Sie arbeiten mit vollem Mund?

Geyer: So gesehen: ja.

STANDARD: Sie haben den größten Vorstand des Landes: zehn Leute. Ist das nicht ein bisserl viel?

Geyer: Keinesfalls. Die Vienna Insurance Group ist ein Konzern mit 56 Gesellschaften in 23 Ländern. Fünf Vorstandsmitglieder befassen sich mit dem internationalen Geschäft, fünf sind für die größte Einzelgesellschaft, die Wiener Städtische, verantwortlich.

STANDARD: Sie erwirtschaften die Hälfte von 8,3 Mrd. Euro Prämieneinnahmen im Osten. Wie schlecht schlafen Sie angesichts dessen?

Geyer: Warum? Die Situation im Osten ist in Bezug auf unseren Konzern ein beruhigendes Element, insgesamt ist sie besser als im Westen dargestellt. Wir erwirtschaften in den meisten Ländern in Lokalwährung sehr schönen Zuwachs; sogar im Mai, mitten in der Krise. Ich habe nicht die Notwendigkeit, schlaflose Nächte zu haben.

STANDARD: Sie sagten 2006, die Wachstumsrallye im Osten würde noch 20 Jahre dauern, das Risiko dort sei gleich null. Kann man ernsthaft glauben, dass in einer Region 20 Jahre Milch und Honig fließen?

Geyer: Es muss nicht immer Honig sein, manchmal ist es Kunstzucker. Aber die Aufwärtsentwicklung wird noch lange anhalten.

STANDARD: Mich wundert, dass Sie so gelassen sind. Verdrängen und rationalisieren Sie?

Geyer: Es gibt insgesamt eine sehr ernste Krise, aber nicht für unseren Konzern. Über die wirtschaftliche Lage Österreichs mache ich mir ja sehr wohl Sorgen, sie wird sich erst 2012 oder 2013 erholen - und dann langsam. Und von wegen rationalisieren: Ein Manager ist auch ein Mensch, kann nicht nur rational entscheiden, ist immer auch emotional. Aber ein Manager, der seine Sorgen auf die Straße trägt: Wem hilft der?

STANDARD: Die Städtische sponsert ja das Sigmund-Freud-Museum, Sie sind Vereinsmitglied. Interessiert Sie die Materie?

Geyer: Ja, umso mehr, als Freud einer jener Österreicher ist, die vertrieben und im Ausland populär wurden; und dann erst langsam zu Hause. Wie "unsere" Nobelpreisträger.

STANDARD:  Einer von Freuds Langzeit-Patienten, Sergej Pankejeff, hat bei der Städtischen gearbeitet?

Geyer: Das ist mir auch bekannt.

STANDARD: Weil wir zuerst von Honig sprachen: Sie waren in Ihrer Jugend Bienenzüchter ...

Geyer: Ja, das hat mich fasziniert. Ich hatte Bienenstöcke, habe mich auch mit den Tänzen der Bienen beschäftigt, die ja Nobelpreisträger Karl von Frisch erforscht hat.

STANDARD:  Ich habe mich sehr auf dieses Gespräch vorbereitet, aber der Bienentanz ist mir entgangen.

Geyer: Die Bienen orientieren sich nach dem Sonnenstand. Wenn sie eine Quelle für Nektar finden, fliegen sie zurück, teilen das den andern mit, indem sie bestimmte Tänze machen. So erfahren die anderen, wo sie hinfliegen müssen.

STANDARD: Wie Sie und Österreichs Banker in Osteuropa. Sie sagen auch, der Umgang mit Bienen sei wie Managen ...

Geyer: Ja, wenn man so einen Stock aufmacht, Sie kennen das sicher ...

STANDARD: Ich bin da eher ängstlich.

Geyer: Aber Bienen sind doch so pflegeleicht. Ich habe jetzt wieder welche, als Pensionsvorbereitung: Ich lasse sie über meine Arme krabbeln, die machen nichts und sind friedfertig - wenn man sie behutsam behandelt. Eben, der Respekt vor Bienen hat Ähnlichkeit mit dem Respekt, den Manager allen anderen entgegenbringen sollen.

STANDARD: Ex-Manager Klaus Woltron ist Imker. Er lässt übrigens grüßen, als damaliger SGP-Chef sei er heute noch froh, dass die Städtische 1987 den Brandschaden in der Wiener Müllverbrennungsanlage Spittelau ersetzte: 770 Mio. Schilling ...

Geyer: Das war unser größter Schaden. Die neue Anlage hat Hundertwasser gestaltet; sein Geburtstagsgeschenk für Bürgermeister Zilk.

STANDARD:  Er war lang Ihr Aufsichtsratschef; können Sie sich ihn als Spion vorstellen?

Geyer: Nein. Doktor Zilk hat immer gern viel erzählt und viel gewusst, aber dieser Darstellung kann ich mich nicht nähern.

STANDARD: Können Sie nicht oder wollen Sie nicht?

Geyer: Es passt in keiner Form zum Bild, das ich von ihm habe.

STANDARD: Wie ist Ihr Bild?

Geyer: So, dass ich weiß, wie viel Papier damals in den kommunistischen Ländern über Leute, die dort zu tun hatten, produziert wurde.

STANDARD: Noch zu den Bienen ...

Geyer: Soll ich Sie mal einladen?

STANDARD: Danke, nein. Die Stöcke stehen in Ihrem Haus im Almtal, von wo Sie ja kommen. Da hat das Haus von Hannover ein Anwesen. Wurden Sie je geschlagen?

Geyer: Nein. Wissen Sie, wie Hannovers das Jagdgebiet bekamen? Sie haben den Krieg gegen Preußen auf Seite Österreichs verloren, als Entschädigung überließen ihnen die Habsburger diese Besitzungen.

STANDARD: Eine Rückversicherung.

Geyer: Nein, die kann man nicht rückwirkend abschließen. Das nennt man Dankbarkeit. Was wollten Sie noch mit Woltrons Bienen?

STANDARD: Er sagt, Bienen seien besser organisiert als jedes Unternehmen. Stimmt das?

Geyer: Nein, wir sind viel demokratischer organisiert. Bei uns gibt es auch keine Königinnenmorde.

STANDARD: Die sogenannte rote Städtische kooperiert eng mit der schwarzen Erste Bank. Weil Sie die Farbenlehre aufgebrochen und Ihre Kooperation mit der Bank Austria beendet haben, gelten Sie als Tabubrecher. Sie sehen das anders. Warum?

Geyer: Wer was in der Wahlzelle macht, ist kein Thema. Für mich zählen ökonomische Überlegungen und Handschlagqualität. Die Erste und wir sind, was unsere Märkte, soziale Unternehmenskultur und Zugang zu den Kunden betrifft, fast identisch. Warum müssen Wirtschaftsfragen immer parteipolitisch interpretiert werden? Ich mische mich ja auch nicht in die Politik ein.

STANDARD: Der Aufsichtsratschef der Städtischen war, ab Karl Lueger, immer der Wiener Bürgermeister.

Geyer: Seit 1994 nicht mehr. Und nehmen Sie Kanzler Faymann. Er ist Sozialdemokrat und unterstützt in der EU Barroso, einen Konservativen - aus pragmatischen Gründen. Das finde ich gut.

STANDARD: Dass der rote Industrielle Androsch Jobs aus seiner steirischen AT&S nach Asien verlegt, stört Sie auch nicht? Die Städtische ist ja beteiligt mit sieben Prozent.

Geyer: Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich bin sicher, er trifft die richtigen Entscheidungen für sein Unternehmen.

STANDARD: Sie sagen: "Ich bewundere Treichl." Das finde ich erstaunlich definitiv. Hätten Sie das auch über Ihren Partner bei der Bank Austria, Gerhard Randa, gesagt?

Geyer: Meine Einstellung zu Herrn Magister Treichl ist eine uneingeschänkt positive.

STANDARD: Welch Glück. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch ist der Versicherungs- ein Glücksvertrag, zählt zu den waghalsigen Geschäften ...

Geyer:  ... sehr, sehr waghalsig.

STANDARD: Was ist Glück?

Geyer: Glück ist das, was der Manager braucht, neben einer guten Mannschaft. Glück ist die Bestätigung des richtigen Wegs. Privat ist Glück, den richtigen Partner zu finden, mit dem man sich gut versteht.

STANDARD: Sie sind mit Ihrer Frau immer in den Osten gefahren, um die Filialen zu inspizieren. Es heißt, Sie hätten ausgesprochen viele Versicherungsverträge.

Geyer: Stimmt, ich bin gegen alles versichert, was eintreten könnte.

STANDARD: Die Städtische hat selbst eine bewegte Geschichte, wurde 1824 von Klöstern wie Klosterneuburg oder Melk gegründet. In der NS-Zeit kam die Gesellschaft nicht unter deutsches Eigentum, hat als einziger Versicherer weiter Klerus und Kirche versichert. Wie ging das?

Geyer: Der zuständige Mann, ein Nazi übrigens, hat den Befehl schubladisiert und bei Nachfragen immer die Auskunft gegeben: "Wir sind dabei." Aber das 1000-jährige Reich war früher aus. Diese Fakten lernen Priester übrigens heute noch.

STANDARD: Auch, dass Ihr Begräbniskostenversicherer Wiener Verein beim Zweiten Vatikanum Mitte der 60er erreicht hat, dass die Einäscherung als "christliche Bestattungsmethode" anerkannt wurde?

Geyer: Ja, vorher war die Feuerbestattung nicht anerkannt, politisch besetzt. "Die Flamme" war ja ein Arbeiter-Feuerbestattungsverein.

STANDARD: Manche sagen, das Logo der neuen Bawag sei dem der Bestattung Wien ähnlich. Worauf führen Sie die Skandale, die auch in Österreichs Wirtschaft in letzter Zeit aufgebrochen sind, zurück?

Geyer: Leider kommt man erst bei solchen Anlässen zum Thema Hausverstand zurück. Manager sollten halt nur Geschäfte machen, die sie verstehen, und sie dürfen die Bodenhaftung nicht verlieren. Wenn wir Manager keine Kritiker mehr hören - ja, dann entschwinden wir. Die größte Gefahrenquelle für Fehlentscheidungen sind aber Eitelkeit und Selbstüberschätzung. Schlägt die Eitelkeit zu, setzt der Verstand völlig aus.

STANDARD: Da sind Sie fein raus. Sie gelten ja als "meistunterschätzter Manager Österreichs".

Geyer: Besser als das Gegenteil.

STANDARD:  Letzte Frage: Worum geht's im Leben?

Geyer: Darum, beruflich wie privat so zu handeln, dass man es im langfristigen Rückblick nicht bereuen muss. Ob ich das für mich selbst nicht erst am Sterbebett abschließend beurteilen kann? Nein, ich ziehe oft Bilanz. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20./21.6.2009)

Zur Person

Günter Geyer (65) stammt aus dem Almtal, begann nach dem Jusstudium 1974 in der Wr. Städtischen (Vienna Insurance Group). Er war lang die Nummer Zwei hinter seinem Studentenheim-Freund Siegfried Sellitsch. 2001 hat er ihn zielstrebig beerbt. Der Sozialdemokrat und zweifache Vater ging eine Kooperation mit der Erste Group ein und hebelte so die gängige Farbenlehre aus.

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Leser103
00
21.6.2009, 15:05
vertane chance

wenn frau graber geyer schon als meistunterschätzten manager tituliert, dann sollte sie versuchen seine meinungen zu wirtschaftlichen fragestellungen etwas substanzieller und tiefgreifender zu erfragen. dieses bienen-blabla ist (an dieser stelle) unnötig.

ebenfalls ein thema wäre der zusammenhang zwischen den respektablen ergebnissen und den aktuellen reorganisationsplänen der städtischen gewesen.

aber stattdessen unterhalten sich zwei auf seitenblicke niveau.

MeinePrognose/Anmerkung
00
21.6.2009, 20:47
Kosteneinsparungen

Die nahezu bedingungslose Ausrichtung auf den Shareholder hat aus der VIG eine mitarbeiterfeindliche Organisation gemacht. Die Arbeitsplätze in den Verwaltungsbereichen der Landesdirektionen werden zu Lasten der Kunden und Mitarbeiter mit einer Härte vernichtet, die das einstig soziale Unternehmen völlig verändern werden.
Allianz Modell zur zweiten.

Klaus Woltron, DI Dr.
01
20.6.2009, 16:29
........Königinnenmord ist ja wirklich zu viel verlangt...

..im Unternehmen, da gebe ich Ihnen schon recht. Aber manche rechtzeitige "Stille Umweiselung" (für Nichtimker: Ruhiger und kraftvoller Ersatz der Königin, wenn sie nichts mehr taugt, durch die beunruhigte Belegschaft) hätte zumindest der Bankenwelt seit 2006 ganz gut getan. Insofern und auch aus anderen guten Gründen bin ich ein bedingungsloser Fan der Bienen.

PS.: Auch das Schwärmen, zur rechten Zeit, hätte etlichen Etablissements in Österreich recht gut zu Gesicht gestanden.

defjak
11
20.6.2009, 14:51
eigenartiges interview- anders gefragt?

eher etwas fadenlos und fad.
bienenhobbymensch gibt substanzloses zum eigenen unternehmen und inhaltsleeres zu allgemeinen wieder...
themen kundenSERVICE ausser einer hotline, kündigungen (geplantes aus dem boden stampfen von zentralisierten innendienstheiten mit billigkräften), qualität des geschäftes im goldenen osten ( wer schliesst da eig. ab? wer kündigt?)
wären von interesse gewesen.

österr. versicherungen werden wohl nicht die zores der banken bekommen, das liegt aber weniger an deren höheren managementqualität sondern am relativ krisenresistenten geschäft einer versicherung...

Soph Isticus
00
20.6.2009, 11:01
wenn der hint und vorn versichert ist, ist das eine reine werbemaßnahme. weiter nichts.

der gemeine bürger schlechthin tendiert tatsächlich überversichert zu sein.

wer sich dem thema versicherung von immobilien nähert, trifft auf einen immens komplexen, undurchschaubaren jungel von regelungen, die unglaublich detailliert sind. so wurde jahrelang gestritten, ob die gainzen auch mitversichert sind.

der einfache konsument zb mieter ist seit langem schwerst überfordert, wenn es um versicherungen des wohn/bürohauses geht, für das er ja mitbezahlt. was hier im mietvertrag mitunterzeichnet wird, ist wiederum ein unbekannter bienenstock. daher: mehr transparenz für mieter!

öffnet man ihn, kommen wiederum dutzende querverweise u unterschiedlichste rechtsmaterien ans tageslicht, von WEG, MRG, WGG, KSchG, ABGB ganz abgesehen.

franz der freie
 
10
20.6.2009, 10:10
wirklich sehr ertragreiches modell:

fast alle betriebsräte im städtischen bereich keiler für vig(öbv-österr. beamtenversicherung)goodies für die beamten gibt es nur, wenn eine versicherung abgeschlossen wird, andernfalls kann der eine oder andere wunsch "leider nicht" erfüllt werden. der betriebsrat hat in diesen bereichen das absolute sagen.erpressung: mitnichten, hilfe für die "kollegen" allerdings mit grotesk hohen prämien. ja so kann man erträge erzielen.

Barney_Stinson
00
20.6.2009, 17:55
könnens das vielleicht nochmal so schreiben, dass man es auch versteht?

bob langer
01
20.6.2009, 10:01
passt ins bild

wer letzte woche den bürgeranwalt gesehen hat und den unterirdischen anwalt der wr. stärdtischen, der da sich hinstellt und sagt, wir sind die wiener städtische und dass wie gegen das geaetz verstoßen ist schon gut so und wir werden nicht aufhören das zu tun....(gebührengesetz das verlangt, dass bar bezahlt werden kann bei der kfz anmeldestelle)
leute mit diesem selbstverständnis habe natürlich kein interesse an der kundensicht und nur shareholder value im auge.
bei dem chef kein wunder dass all die drunter auch so in einem paralleluniversum leben ,in dem der kunde immer stört, außer er zahlt prämien.

gottseidank hat man ja alternativen

Barney_Stinson
00
20.6.2009, 17:56
ich frag mich, wieso so viele kunden bei der WSTV sind und bleiben, wenn die kundensicht keine rolle spielen soll

Rabenschwarz12
01
20.6.2009, 18:30
Sorry aber WST und UNIQUA oder wie die heißt

sind im Umgang mit Kunden unter aller Sau......beim Entschuldigen wurde dann geschrieben - tut Ihnen leid, aber das war ein Praktikant. Ah ja...allein am POS - weil er sooo billig ist etwa ???

Egal - ich bins nun zufrieden bei einer kundenfreundlichen Versicherung.

wakeup
00
20.6.2009, 09:32
sehr schöner Zuwachs

Sollte es nicht heißen: Wir können vielen Menschen auch im Osten ein gewisses Maß an Sicherheit bieten?
Das immer mehr (sehr schöner Zuwachs) ist doch die hoffentlich zu Ende gehende Diktion des Raubtierkapitalismus.
Der Begriff Glück kommt vom mittelniederdeutschen" gelucke" und bedeutet die Art, wie etwas endet.
Es gibt verkürzt dargestellt zwei Ansichten:
"Jedermann ist seines Glückes Schmied" und
"das Glück ist ein Vogel".
Vielleicht werden wir uns am Sterbebett fragen (müssen), ob wir genug geliebt haben und nicht, ob wir genug Gewinn maximiert haben.

1116er
00
20.6.2009, 06:44
das einzige, das mich stutzen lässt:

"Stimmt, ich bin gegen alles versichert, was eintreten könnte. "

das widerspricht in höchstem maß der versicherungs-theorie: versichert soll werden, was (bei eintretendem schaden) existenzgefährdend wäre! alles andere zu versichern, ist ökonomisch sinnlos.

gut zwar für die versicherungsgesellschaft, aber schlecht für den general (als privatperson).

Vaclav Vlc
10
20.6.2009, 05:45
hut ab

bin zwar kein freund der wr städtischen, aber unter dem "patriach" geyer wird gute arbeit geleistet.

frau grabner: bitte öfters solche interviews.

Ava Tar
01
20.6.2009, 03:29
Ich kann vor der Wr.Städtischen nur warnen

die Monatsprämie meiner Krankenzusatzversicherung ist seit Euro-Einführung um MEHR als das berühmte "durch 10" gestiegen

Wenn man etwas abschließt und nach 7 Jahren ist die Prämie die man brappen muß um 40% gestiegen dann hört sich für mich die Seriosität auf.

Erwin Wolfram
22
19.6.2009, 23:34

ja tolles interview, insbesondere da ein kleiner kunde ja eher die rolle der biene einnimmt liest man immer wieder gerne wie man kunstvoll "versichert" wird. unglaublich auch wie viele moeglichkeiten eine versicherung hat die schadenshaftung abzulehnen, schon allein historisch. da reicht schon ein anruf und das risiko ist besichert. obwohl: ich wuerde empfehlen viel zu beten, da immer wiederkehrende risken gerne gedeckt werden bis sie schlagend sind. daher auch die gute frage ob der herr schon einmal geschlagen wurde. das ist ja eher die rolle die den kunden zugedacht ist, wenn die deckung strategisch korrekt erfolgt gibt es auch nur nachwuchs von den erwuenschten bevoelkerungsgruppen, was dafuer sorgt dass nur die "besten" ueberleben.

Hugh G Rection
01
20.6.2009, 10:02
ab jetzt...

... und für alle Zeiten werd ich mir ihr Geschwurbel nicht mehr durchlesen. Jedes Mal ein larmoyantes und zusammenhangloses Geschwafel.
Sind Ihre Posts irgendein Sprachexperiment? Dann könnt ichs ja noch verstehen...

Rabenschwarz12
10
20.6.2009, 18:33
Sind Sie Ihm geistig nicht gewachsen ? Oder

WST Angestellter ? Wohl beides. Das eine bedingt das andere.

Hugh G Rection
00
21.6.2009, 11:17
Kommentare

zu solchen Unterstellungen erübrigen sich, Sie Menschenkenner.
Ich wollte hiermit nur zum Ausdruck bringen, dass ich zum wiederholten Mal einen Beitrag Erwin Wolframs für völlig sinnfrei halte.

ich wollte gerade dasselbe schreiben...
00
19.6.2009, 23:40
na dann PROST


hcks...

zweyenstein
 
00
19.6.2009, 23:20

unkonventionelles interview von beiden seiten. gerne gelesen.

dermartino
10
19.6.2009, 21:32

Als Generaldirektor zahlt er sich ganz besonders viel Prämie für seine Versicherungen.
Das ist der Einserschmäh aller Makler. Sie sagen, dass sie gegen unglaublich viel versichert sind, was ja auch oft stimmt... nur zahlen sie halt viel weniger Prämie als der Kunde

Barney_Stinson
01
20.6.2009, 17:57
wofür bei ihnen den einserschmäh auspacken?

jemand für den relevant ist wogegen sein makler versichert ist, unterschreibt im endeffekt ohnehin alles

dermartino
00
20.6.2009, 20:57

Um mich brauchen sie sich keine Sorgen zu machen.

Ich bin der Meinung...
00
20.6.2009, 07:22
Dieser 1er Schmäh

zieht aber gar nicht. Wenn mir mein Makler erzählt er sei gegen Durchfall versichert, interessiert micht das genauso wenig wie seine Haushaltsversicherung oder Lebensverscherung.

Meine Bedürfnisse sind UNABHÄNGIG von den Polizzen des Maklers Zu 100%.

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