Festspiele reagieren auf seinen Tod

19. Juni 2009, 16:21
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"Bakchen" findet als Lesung statt, Gosch-Inszenierung von Tschechows "Möwe" neu im Programm

Salzburg - Nach dem Tod des Regisseurs Jürgen Gosch, der heuer bei den Salzburger Festspielen die Bühnenfassung von Euripides' "Bakchen" inszenieren wollte, haben die Festspiele nun das Schauspielprogramm adaptiert. "Bakchen" wird nun von den Schauspielern am 30. Juli gelesen, neu ins Programm kommt Jürgen Goschs Inszenierung von Anton Tschechows "Die Möwe" vom Deutschen Theater in Berlin.

Als Reminiszenz an die unvollendet gebliebene "Bakchen"-Aufführung lesen die Schauspieler der Produktion, Corinna Harfouch, Corinna Kirchhoff, Charly Hübner und Ernst Stötzner, am 30. Juli 2009 um 19.00 Uhr im Landestheater. Im Anschluss an die Lesung wird die einzige Filmdokumentation der Aufführungen Goschs gezeigt, nämlich die 1986 entstandene, kurz vor seinem Tod rekonstruierte und von ihm autorisierte Film-Fassung seiner Kölner Ödipus-Inszenierung. Zur Entstehung dieser Produktion und Aufzeichnung spricht vorab die Schauspielerin Elisabeth Schwarz.

Anstelle der "Bakchen" wird an sieben Abenden "Die Möwe" zu sehen sein. Diese Regiearbeit gilt als "Goschs Vermächtnis" (Süddeutsche Zeitung). Sie ist seine letzte Tschechow-Inszenierung und war bisher außerhalb von Berlin nicht zu sehen. Die Premiere fand im Dezember 2008 statt und wurde zum Berliner Theatertreffen 2009 eingeladen. (APA)

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