Sorge um Mekka-Wallfahrt

19. Juni 2009, 15:27
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Bisher sehen Religionsgelehrte keinen Grund für Verschiebung oder Absage

Istanbul/Kairo - Die Zahl der muslimischen Pilger in Mekka wird dieses Jahr wegen der Schweinegrippe-Pandemie möglicherweise niedriger sein als im vergangenen Jahr. Die große Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten in Saudi-Arabien soll nach dem islamischen Kalender dieses Jahr im November stattfinden. Daneben gibt es die kleine Wallfahrt ("Umrah"), die jederzeit unternommen werden kann.

Bisher sind die Religionsgelehrten der Auffassung, dass die Schweinegrippe, wenn die Verbreitung bis zum Herbst nicht dramatisch zunehmen sollte, kein Grund für eine Verschiebung oder Absage der "Hadsch" ist. Zu diesem Schluss sei auch der Großmufti von Ägypten, Ali Gomaa, gekommen, berichtete die ägyptische Zeitung "Al-Masry Al-Yom" am Freitag. Die Zeitung "Saudi Gazette" zitierte den Großmufti von Saudi-Arabien, der die Angst vor einer Verbreitung der Schweinegrippe während der "Hadsch" für "übertrieben" hält.

Der ägyptische Gesundheitsminister Hatem al-Gabali hatte die Ägypter allerdings schon im Mai davor gewarnt, für die "Umrah" nach Saudi-Arabien zu reisen, weil sie nach ihrer Rückkehr unter Quarantäne gestellt werden müssten. In Saudi-Arabien gibt es nach Angaben des EU-Seuchenkontrollzentrums ECDC mindestens 22 registrierte Fälle.

Viele Muslime, die dieses Jahr die Wallfahrt planen, sind verunsichert. Die auf islamische Pilgerreisen spezialisierten Reisebüros sollen schon einen Rückgang der Buchungszahlen festgestellt haben. (APA/dpa)

 

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