Temporäre Kurskorrektur

19. Juni 2009, 15:09
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research

USA

Nachdem einige Tage lang mehrheitlich enttäuschende Konjunkturindikatoren (University of Michigan Konsumentenvertrauen, Empire State Index) veröffentlicht wurden, überzeugte letztlich der Philly Fed Index mit einem Zehnmonats-Hoch. Unternehmensseitig war die Nachrichtenlage hingegen nicht stimulierend: BlackBerry-Hersteller Research in Motion enttäuschte mit seinem Ausblick, Caterpillar meldete schwache Verkaufszahlen im Mai. Unserer Meinung nach sollte sich vorerst weiterhin eine Verstetigung der Wirtschafts-Vor laufindikatoren zeigen. Damit sollten sich die Gewinnrückgänge im Jahresvergleich in den kommenden Quartalen rückläufig erweisen. Wir setzen insbesondere auf Quartals- sowie auf Jahresfrist weiter auf steigende Kurse und bestätigen unsere Kauf-Empfehlung.

Europa

An den europäischen Aktienmärkten stellte sich in der abgelaufenen Woche doch ein wenig Ernüchterung ein. Einmal mehr kamen die dominierenden Daten für die Aktienmarktentwicklung aus den USA, die jedoch auch in Europa Zweifel an der Nachhaltigkeit einer Konjunkturerholung aufkommen ließen. Was die Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten anbelangt, bleiben wir weiterhin optimistisch. Das soll aber nicht heißen, dass die Märkte bis Ende September einen kontinuierlichen Anstieg erleben werden. Ganz im Gegenteil, wir erwarten eher eine temporäre Kurskorrektur, die auch einige Zeit anhalten kann. Jedoch sollte diese Schwäche von den Investoren genützt werden, um die ausreichend vorhandene und noch nicht investierte Liquidität an den Aktienmärkten zu platzieren und im Endeffekt die Aktienmärkte der Eurozone auf
höhere Kursniveaus zu hieven.

Japan

Japanische Aktien haben seit der Trendwende mehr als 40 % zugelegt. Insofern verwundert es nicht, dass zuletzt vermehrt Gewinnmitnahmen einsetzten. Zwischenzeitlich könnte dies durchaus zu einer gesunden Korrektur führen. Nichtsdestotrotz sollten die kommenden Monate aber weiterhin das Bild einer sich stabilisierenden japanischen Konjunktur zeichnen. Mit Blick auf den Spätsommer gehen wir daher von weiter steigenden Kursen aus.

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