Byzantinische Madonna

19. Juni 2009, 18:33
  • Artikelbild
    bild: im besitz des isabella stewart gardner museum, boston.

    "Königlich in ihrer selbst-bewussten Haltung" : Porträt von Isabella Stewart Gardner, 1888, John S. Sargent, American, 1856-1925, Öl auf Leinwand, 190 x 80 cm.

Anna Mitgutsch über die eigenwillige und unangepasste Bostoner Kunstmäzenin Isabella Stewart Gardner

Es gibt keine Fotografie, auf der ihre Züge deutlich erkennbar wären. Sie verstand es, sich im richtigen Augenblick abzuwenden, ihr Gesicht im Schatten zu verbergen. Es heißt, ihr Äußeres sei unscheinbar, beinah hässlich gewesen, aber ihre Persönlichkeit habe alles überstrahlt, so einzigartig und frei, so magnetisch sei ihre Ausstrahlung gewesen, dass man sie für eine schöne Frau hielt. Das Bild, das John Singer Sargent 1888, in ihrem neunundvierzigsten Lebensjahr, von ihr malte, mutet wie die Ikone einer heidnischen Gottheit an, sinnlich, mit tiefem Dekolleté und nackten Armen, Perlenschnüren um die schmale Taille ihres langen schwarzen Kleids, königlich in ihrer selbstbewussten Haltung, umgeben und gekrönt von einer goldenen Mandala. Ihr Freund, der Schriftsteller Henry James, der sie in seinen Romanen immer wieder porträtierte, nannte das Bild Byzantinische Madonna, aber die prüde Bostoner Gesellschaft nahm Anstoß, und das Bild verschwand im Gothic Room ihres Palazzos, der erst nach ihrem Tod, im Jahr 1924, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. In diesem Saal, dem innersten Heiligtum von Fenway Court, mit seinen gotischen Chor-stühlen, dem spätgotischen deutschen Flügelaltar, zwischen einer Madonna mit Kind und einer Epiphanie von Giotto, entfaltet es noch heute seinen fast sakralen Nimbus und zeugt vom Hang zur Selbstinszenierung dieser ungewöhnlichen Frau.

Isabella Stewart Gardner blieb nicht die Einzige, die ihre private Kunstsammlung zu einem öffentlich zugänglichen Museum bestimmte, aber sie war die Erste. In ihrem Briefwechsel mit ihrem Freund und Kunstagenten Bernard Berenson wird ihre Leidenschaft für die Kunst spürbar. Als sie den ersten Tizian, den die Neue Welt zu sehen bekam, auspackte, schrieb sie: "Ich habe keine Worte! Ich kann vor Aufregung kaum atmen und stehe auch nach einer zweitägigen Orgie trunkenen Schauens immer noch überwältigt davor." Es ist der Raub der Europa, deren Anblick sie trunken machte. Und viele weitere Bilder und Kunstgegenstände sollten folgen, das Selbstbildnis von Rembrandt, Gemälde von Raffael und Tintoretto, und immer wieder Giotto, den sie am meisten liebte. Ihre Sammelleidenschaft wurde nicht kritiklos bewundert. Manche sahen darin den Ausverkauf des alten Kontinents an neuen amerikanischen Reichtum, einen kulturellen Kolonialismus. Und manche ihrer Erwerbungen waren de facto Kunstraub. Aber Isabella Stewart Gardner hatte sich seit ihrer Jugend stets über alle Regeln hinweggesetzt.

Bereits als Sechzehnjährige, während ihrer Pariser Internatszeit, gestand sie einer Freundin, dass es ihr größter Wunsch sei, eines Tages reich zu sein und eine Kunstsammlung wie das Poldi-Pezzoli-Museum in Mailand zu besitzen "for people to come and enjoy" . Ganz illusorisch war dieser Jugendtraum nicht, stammte sie doch aus einer wohlhabenden New Yorker Familie, die häufig nach Europa reiste, und Europa bedeutete damals vor allem Italien. Aber als sie 1860 Jack Gardner aus einer ebenfalls begüterten, alteingesessenen Bostoner Familie heiratete, erschien das Vermögen der zwanzigjährigen Tochter eines Selfmade-Immigrantensohns aus Schottland der Bostoner Gesellschaft ein wenig zu neu und vulgär und ihr Auftreten großspurig und ostentativ. Von den feinen puritanischen Familien auf Beacon Hill wurde sie zeit ihres Lebens scheel angesehen, aber ihr Motto war: Wenn sie sich aufregen, leg noch eins drauf. So verfeinerte sie den Skandal zur hohen Kunst und kam in der Klatschpresse nicht aus den Schlagzeilen. Sie sei ein Glamourstar aus der Zeit vor dem Kinofilm gewesen, kommentierte ein Biograf. Sie borgte sich vom Bostoner Zoo einen zahmen Löwen und ging mit ihm auf der Commonwealth Avenue spazieren. Sie besaß ein Rennpferd und gewann beachtliche Summen mit ihm. Sie ruderte und liebte Sportarten, die sich für eine Frau nicht schickten. Sie war die erste Frau, die am Radcliffe College, Harvards Pendant für Mädchen, Kunstgeschichte studierte. Sie trug die neueste Pariser Mode, und weder mit ihrer Garderobe noch mit ihrem Schmuck übte sie die Tugend des feinen Understatements. Anstatt die Damen der Gesellschaft zum Tee zu laden, scharte sie junge homosexuelle Männer um sich, zu denen allerdings die besten Künstler und Musiker ihrer Zeit gehörten. Sie verliebte sich heftig in einen viel jüngeren Mann, die Beziehung dauerte zwei Jahre und blieb keineswegs geheim. Es gab keinen Tabubruch, den sie sich nicht leistete.

Unzähmbares Temperament

Mit Jack Gardner, der ihrem unbezähmbaren Temperament einen Ruhepol bot, verband sie eine freundschaftliche Liebe, der sie auch nach seinem frühen Tod die Treue hielt. Fenway Court war nicht zuletzt sein Vermächtnis. Jedes Mal, wenn die Verzweiflung sie überkam - als ihr zweijähriger Sohn starb, als der älteste der drei Söhne ihres Schwagers, die sie nach dessen Selbstmord großzog, freiwillig aus dem Leben ging, als ihr Geliebter sie verließ - brachen Jack und sie zu einer langen Reise auf, anfangs nach Europa und dem Nahen Osten, später nach Japan, Indien, China. Und wie die Tagebücher bezeugen, konnte sie ganz und gar in der Faszination und Bewunderung für das Fremde aufgehen. Ihr Freundeskreis war international, Vorurteile waren ihr fremd, zu ihren Freunden zählten Henry James, Sarah Bernhardt, James MacNeill Whistler, der sie malte, und John Singer Sargent. Sie protegierte Künstler, Musiker, Komponisten, und immer mehr fand sie in der Rolle als Mäzenin und Muse ihre eigentliche Berufung. Aber mit Bernard Berenson verband sie die Passion, die im Lauf der Jahre alle anderen Leidenschaften verdrängte: das Sammeln von Kunst. Berenson kam aus ärmsten jüdischen Einwandererverhältnissen, und ohne Isabella Stewart Gardners Protektion wären seinem Aufstieg zum führenden Experten italienischer Kunst und Erneuerer der Kunstkritik vielleicht zu viele unüberwindliche Hindernisse im Weg gelegen. Ohne Berenson hätte andererseits Isabella nicht eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der USA zusammentragen können.

Anfangs verwahrte Gardner ihre Bilder und Kunstgegenstände in ihrem Haus in der Beacon Street, in das sie als Neuvermählte eingezogen war. Aber in dem Maß, in dem sie sich von ihrer Rolle als Enfant terrible der Bostoner Gesellschaft zurückzog, nahm der Wunsch nach einem Ort zu, an dem sie ihre Schätze ausbreiten und in ungewöhnlichen Konstellationen zur Geltung bringen konnte. Gardner war eine Künstlerin von der Art, für die es noch lange bis ins 20. Jahrhundert keine Bezeichnung geben würde. Sie schrieb nicht, sie malte nicht, sie musizierte nicht, aber sie liebte die Kunst und ihre Schöpfer mit solcher Hingabe, dass sie nicht bloß betrachten und genießen konnte. Sie musste etwas schaffen, das ihrem Kunstgeschmack ebenbürtig war. Dazu brauchte sie einen eigenen Bereich - Fenway Court, das heutige Isabella Stewart Gardner Museum. Fenway Court ist weder ein Wohnhaus, das der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, noch ein Museum. Jeder Saal, die Galerien, der ganze Palazzo mit seinem märchenhaften Innenhof sind eine Installation. Das ist Gardners Beitrag zur Kunst: Wie sie die Gegenstände und Bilder zueinander in Beziehung setzt, wie sie Farben und Themen korrespondieren lässt. Jeder Raum hat seine eigene Choreografie, aber überall spürt man, auch 90 Jahre nach ihrem Tod, die starke Präsenz ihrer Persönlichkeit. In ihrem Testament bestimmte sie, dass nichts verändert werden dürfe. Man befindet sich in der Gegenwart eines Genius Loci, der aus den vielen disparaten Teilen ein Gesamtkunstwerk macht - nicht immer nachvollziehbar, aber überwältigend in der Eigenwilligkeit, mit der er den Betrachter unterwirft und zum Komplizen macht. Man beginnt zu begreifen, wie groß die Suggestivkraft dieser Frau gewesen sein muss.

Um die Jahrhundertwende, als der Palazzo gebaut wurde, war der Fenway eine ländliche, abgelegene Gegend entlang eines Streifens Parklands. Isabella überwachte, bereits sechzigjährig, den Bau selbst, legte Hand an, wenn die Arbeiter sich begriffsstutzig zeigten. Es sollte kein Haus werden, wie man es in Boston kannte, es sollte ein venezianischer Palazzo werden, wie sie ihn in früheren Jahren am Canal Grande bewohnt hatte. Dazu kaufte sie eine italienische Villa und ließ sie Ziegel für Ziegel nach Boston bringen. Die Fassade jedoch, die sich in Venedig dem Canal Grande zugewandt hätte, sollte sich im Rechteck um den Innenhof legen, mit Palmen, Springbrunnen und einem römischen Mosaik.

Eine große Kunstmäzenin des 20. Jahrhunderts fällt einem ein - Peggy Guggenheim. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber sie sind spiegelverkehrt. Während Peggy Guggenheim die beste zeitgenössische Kunst in ihrem lichtdurchfluteten, modernisierten Palazzo am Canale Grande errichtete, brachte Isabella Stewart Gardner die dunklen Säle eines Renaissancepalasts nach Boston, verbannte elektrisches Licht, erlaubte nur Kerzenschein und Kaminfeuer und füllte die zwei Stockwerke ihres Hauses mit den schönsten Exponaten der Alten Welt vor dem Beginn des Abstrakten Expressionismus. Sie hörte dort auf, wo Peggy Guggenheim begann. (Anna Mitgutsch, ALBUM - DER STANDARD/Printausgabe, 20./21.06.2009)

 

 

Zur Person:
Anna Mitgutsch, geb. 1948, lebt als Schriftstellerin in Linz. Sie studierte Germanistik und Anglistik. Von 1980 bis 1986 lebte sie in den USA. Zuletzt erschien "Zwei Leben und ein Tag" (Luchterhand). Foto: Felbert

  • Ein Mensch im Bild

    Ja, was ist denn das? [14]

    TitelbildWo vorher das Zeichen deutscher Ehre und Treue prangte, verkündete eine helle weiße Fläche nur Unschuld

  • Die Regisseurin im Raum

    TitelbildFür sie bedeutete jedes Loslassen eine Veränderung ihrer Umgebung und damit der ganzen Welt. Vor einem Jahr, am 18. Oktober 2009, starb die New Yorker Künstlerin Nancy Spero

  • Ein Engel im Bild

    Face the future! [3]

    TitelbildWalter Benjamins berühmte Allegorie vom "Engel der Geschichte": Wie können wir sie für unsere fragmentierte und globalisierte Welt in Bewegung versetzen?

  • Hinter dem Zaun [9]

    TitelbildJedes Wochenende besucht mich ein rothaariger Junge. "Don Carlos", flüstert er, "Don Carlos". Juli Zeh über den Infanten von Spanien, gemalt von Alonso Sánchez Coello - Ein Vorabdruck

  • Am Rande des Streuobstgürtels [5]

    TitelbildDie Frau auf dem Foto, Frau H. (1923-2005), ist jahrzehntelang unsere Nachbarin gewesen

  • Erinnern heißt: Vergessen [16]

    TitelbildFinstere Tage. Dennoch das Gefühl, dass der Dialog mit ihm einfach weitergeht. Weil es eine Schande wäre, wenn etwas "abreißen" würde. Claus Philipp über Christoph Schlingensief

  • Ein Mann, kein Wort [1]

    TitelbildEr war das Glotzermännle, so nannten wir ihn, er glotzte die Welt an, doch die Welt sah nicht zurück, sie übersah ihn, der hier auf dem schäbigen Bahnhof in Deckung ging

  • "Sehr fesch, meine Herren" [8]

    TitelbildIm vergangenen Jahr feierte Herr Hermanek aus Hernals einen runden Geburtstag

  • Ein Mädchen namens Non [3]

    Auf mich zeigend sagte ich "Martina" , auf sie deutend "Non". Tarzan und Jane im digitalen Zeitalter

  • Blonder Sonnenschein, sehr gefragt [2]

    TitelbildJene Zeitungsseite, von der ich bis zum Vorjahr geglaubt habe, dass sie das erste Fotodokument über mich enthielte, vergilbt zusehends.

  • Aufgeklärt romantisch

    TitelbildMit 13 verliebte ich mich in eine Feministin. Meine Angebetete zählte zu diesem Zeitpunkt 222 Jahre und lag bereits 184 unter der Erde

  • Der Hausmeister im Urlaub [13]

    TitelbildAuch ein Hausmeister muss mal raus. Aber Kurt kann nicht wegschauen. Er sieht sie einfach: die Arbeit

  • "Bin ins Blaue gefahren!" [53]

    TitelbildIm Juli vor sechs Jahren wurde der weltberühmte Dirigent Carlos Kleiber in Slowenien begraben, ganz ohne letzte Ehre des offiziellen Österreich. Franzobel über einen, der die Wiener nicht gebraucht hat.

  • Ein verzagter Zuchtmeister [24]

    TitelbildGustav Mahler (1860 bis1911) wurde nur 51 Jahre alt - Er hat einen Teil der Musikwelt niedergerissen und in den Ruinen Baustellen errichtet

  • Ein Mensch im Bild

    Das Erschreckende an Frau F. [375]

    Titelbild"Frau Fekter" , habe ich geschrieben, "man kann nicht verlangen, dass ich ein Schreiben an Sie mit der Floskel ,Sehr geehrte‘ beginne."

  • Ein Mensch im Bild

    Spiel im Hof [2]

    TitelbildEs ist alles ein Abenteuer, wenn ich einen Satz beginne, ich weiß nicht, wie er enden wird, und trotzdem wage ich es - Alois Hotschnig über den in Zagreb lebenden kroatischen Übersetzer Sead Muhamedagić

  • Held der Geschichte [2]

    TitelbildDer Schriftsteller Multatuli ist einer der berühmten Vergessenen - In den Niederlanden wird er dieses Jahr groß gefeiert und fast täglich zur Auferstehung gebracht

  • Schlaues Wasser mit Honig [4]

    TitelbildNa bumm, dachte ich mir. Der Mann gefällt mir. Ich werde ihn nicht mehr aus den Augen lassen. Doch das erwies sich als schwierig.

  • Konrad Paul Liessmann

    Wir beide treiben ein Spiel [128]

    TitelbildUnsere erste Begegnung fand in einem Wirtshaus statt. Dort saßen wir zufällig nebeneinander am Tisch - Das ist nun tatsächlich schon 25 Jahre her

  • Aus dem Rahmen [9]

    TitelbildÜber Karl Valentin - Für Friedrich Achleitner zum Beginn seiner 81. Sonnenumrundung

  • Fotos um mich herum [4]

    TitelbildImmer wieder schaue ich ihre Fotos an. Ich frage mich, was ich über sie weiß. Hatten sie Freundinnen? Wohlgehütete Geheimnisse?

  • Schreiben als einziger Ausweg

    Titelbild"Nur was ich vergessen soll, vergesse ich nicht." 30 Jahre verbrachte Nelly Sachs, die Berliner Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin, im schwedischen Exil

  • Beim Kanzler, 1977 [26]

    TitelbildDer Kanzler ist sechsundsechzig, er mag die kritischen Jungen im Land, die ließen ihn wichtige Wahlen gewinnen. Der Redakteur ist siebenundzwanzig, hat einen Kassettenrekorder mit

  • Ein Leben auf Grundstufe

    TitelbildKlaus Adomeit war kein Philosoph, er tat Dinge, die eines Philosophen würdig gewesen wären

  • Fürchten müssen [3]

    TitelbildSo viele Orte, Namen und Eindrücke ihm das Vergessen auch nahm, genügend Berggipfel, um zu benennen, wohin er nicht mehr musste, fielen ihm fast bis zum Ende ein

  • Unvergessliche Dinge [1]

    TitelbildWas sich schon früh in seinem Leben manifestierte, war ein Hang zu Visionen, die ihn von Zeit zu Zeit anfielen - Über Joseph Cornell

  • Olga Flor

    Leerstellenwerte [6]

    TitelbildEs ist gar nicht so leicht, keine Meinung zu haben, und trotzdem dauernd umzufallen - Das braucht Übung und Fingerspitzengefühl

  • Ronald Pohl

    Der zerschnittene Globus [6]

    Die hingestreckte, wie von einem Blitz gefällte Gestalt des Mannes, der, wie jener unbekannte Meister der Illusionsmalerei, in sein eigenes Bild Eingang gefunden hat

  • Ludwig Laher

    Ich habe unter euch gewohnt

    Ich kenne ihn. Das heißt, ich habe mich mit ihm beschäftigt, persönlich begegnet bin ich ihm nicht

  • David Schalko

    Greif braucht Auslauf [70]

    TitelbildWir pflegten uns, wir trieben Sport und genossen die Landschaft, in der sich das Gesindel nicht verstecken konnte

  • Dimitré Dinev

    Das Rasiermesser [6]

    TitelbildNein, mein Großvater war kein Held. Wie könnte er es auch sein, wenn das Allergrößte, das Allerhöchste, was man von ihm erwarten konnte, ein Witz war oder ein Scherz

  • Barbi Marković

    Großmutter C. Frank [7]

    TitelbildWäre es besser gewesen, meine Großmutter oder Jackson C. Frank gewesen zu sein - Ich muss entscheiden

  • Benjamin von Stuckrad-Barre

    Drah di ned um [25]

    TitelbildOb Falco die Freunde hatte, die er verdiente, vermag man nicht zu beurteilen - Fest steht, dass etliche, die sich seine Freunde nennen, auch gut an ihm verdienen

  • Joachim Meyerhoff

    "Ilse"

    TitelbildDie Bäckersfrau saß fast immer neben der Vitrine auf einem einfachen Holzstuhl. Sie trug eine bunte, verwaschene Kittelschürze

  • Walter Kohl

    Reise von Linz nach Kitschi-Gami [1]

    TitelbildWorum ein Autor des 21. Jahrhunderts einen in Vergessenheit geratenen Erfolgsautor des 19. Jahrhunderts beneidet

  • Bruno Pellandini

    Die Reni, ein Falott und ein Hallodri [1]

    TitelbildMan muss dem Herrgott danken, dass man eine wie die Reni unter die Haube bringt

  • Leopold Federmair

    Herzversagen [9]

    TitelbildEr arbeitete von jeher als Knecht bei einem Bauern und ging jeden Tag zu Fuß die vier Kilometer vom Hof bis zur Ortsmitte und wieder zurück

  • Armin Baumgartner

    Die langen grauen Haare [7]

    TitelbildDie Deckerle lebte unterhalb unserer Wohnung, und da sie genügend Zeit hatte, gab sie acht auf uns zwei Geschwister, während die Eltern in der Arbeit waren

  • Die kleine große Freiheit Nummer 7 [6]

    TitelbildEin Wunschkonzert aus diffusem Fernweh und bloßfüßiger Wildheit: Adelheid Dahimène über Freddy Quinn

  • Eine gleichere Kindheit [41]

    TitelbildWas für ein Name! Wie Cher oder Madonna. Wie Jesus. Oder Che. An einen solchen Namen muss man einfach glauben. Und er war allgegenwärtig. Über Josip Broz Tito

  • Das Christkind brennt [23]

    TitelbildDas Christkind kommt zum Naschmarkt. Langsam bahnt es sich einen Weg. Viele Menschen weichen ihm aus. Einer rempelt ihn an, entschuldigt sich

  • Unvergleichlich glühende Sonne [38]

    TitelbildJimi ist tot, Janis ist tot, aber Bob lebt und singt Weihnachtslieder - Und er lebt als Indiz dafür, dass man vom Gipfel auch wieder absteigen kann

  • Ein König Midas aus Stryj [1]

    Titelbild"Hör niemals auf zu lernen" waren die letzten Worte, die ihm sein Vater zurief, als dieser von den SS-Schergen abgeführt wurde: das Leben des Adam Zielinski

  • Wie Feuer und Wasser [2]

    TitelbildSie war ein äußerst großzügiger Mensch, stolz und jähzornig. Das Porträt meiner Mutter - Von Barbara Fischmuth

  • Das gehört zum Leben [3]

    TitelbildWiltrut Stefanek will sichtbar leben und ihrer Krankheit in der Öffentlichkeit ein Gesicht und eine Stimme geben

  • Es gibt nichts zu essen, gar nichts [2]

    TitelbildIm Mai 1942 gehen zwei Frauen mit einem kleinen Mädchen spazieren. Dem Mädchen stehen die Knie wie Kugeln aus den Beinen

  • Paradise lost [9]

    TitelbildNiemand von uns hat erwartet, dass wir im Paradies ankommen würden. Wir sind die einzigen Menschen auf der Insel

  • Chronist einer anderen DDR [3]

    TitelbildSeine Fotos vom Leben der Anderen zeigen eine DDR abseits aller Inszenierungen: Harald Hauswald, ein Fotograf aus Ostdeutschland

  • Ein Genie des Lebens [6]

    TitelbildLena Amsel lebte schnell, wollte alles und das sofort. Über ein Leben voller Skandale und den Tod im Bugatti - Zum 80. Todestag

  • Gegen die Ohnmacht

    TitelbildIhre Kindheit verbrachte sie in Armut, hinaufgearbeitet bis zur Abgeordneten hat sie sich aus eigener Kraft

  • Das Gespenst der Freiheit [12]

    TitelbildWir waren nach Krakau gereist, ins Museum Czartoryski, wo es nach Bohnerwachs roch und billigen Nikotinschwaden - Von Andrea Maria Dusl

  • Das bist du nicht, das warst nie du [9]

    TitelbildDas bin ich, schreie ich, und tatsche stolz mit dem Finger auf das Bild eines unschuldigen Kindes mit Bär - Von Kathrin Resetarits

  • Die verschwundene Frau [35]

    TitelbildGerhard Zeillinger über Auguste L., die 1938 einfach "verschwand"

  • Ein Mensch im Bild

    Vorbei, verweht, nie wieder [1]

    TitelbildEr selbst spielt gern seine Hauptrollen: Gockel mit Monokel, Untugendbolde. Eine große Karriere scheint ihm in die Wiege gelegt - Aber sie kommt nicht

  • Mein Vater: Ein Untoter [11]

    TitelbildLass es sein, Alter! Peter Truschner über seinen Vater

  • Sie ist eine Goranin [6]

    TitelbildZdenka Becker über eine Begegnung mit Gordana K. im Flugzeug

  • Einer, der gähnt [4]

    TitelbildGeronimos Gefangenschaft und die Schändung seiner Gebeine haben dazu geführt, dass das indianische Bewusstsein in das Bewusstsein der Weißen eingedrungen ist

  • Ein Leben lang Polen vermissen [3]

    TitelbildSie kam 1937 nach Buenos Aires - Heute noch weiß sie, was sie anhatte, als sie vom Schiff herunterstieg

  • Die verbrauchte Frau [1]

    TitelbildArno Geiger über die Österreicherin Ida Palme, die in den 30er-Jahren nach London emigrierte

  • Stillleben - eine Klärung [4]

    TitelbildUdo Kawasser über eine Lesung von Friederike Mayröcker

  • Das dritte Ohr [8]

    TitelbildDer Autor Tex Rubinowitz über einen Freund von früher: Mario Neugebauer

  • Weltgewandt, unbekannt [2]

    TitelbildWalter Kappacher über Alexander von Villers

  • Und das heißt Mädchen sein [7]

    Dine Petrik über die burgenländische Schriftstellerin Hertha Kräftner

  • Ein Galizianer wird Amerikaner [6]

    TitelbildMartin Pollack über Henryk Schendera aus Bóbrek in Galizien, der in die USA immigrierte

  • Momente, nah am Traum [2]

    TitelbildThomas Stangl über das "Bildnis eines jungen Mädchens"

  • Die Steine im Bauch des Elefanten [9]

    TitelbildDer Schriftsteller Josef Haslinger beschreibt seinen Kollegen Ilija Trojanow als "Abenteurer der Spiritualität"

  • Byzantinische Madonna

  • Zauberer in der Krise [2]

    TitelbildSteffen Kopetzky über den legendären Eskapisten Harry Houdini

  • Im Zeichen des roten Sterns [3]

    TitelbildWalter Famler über die lächelnde Ikone des Weltraumzeitalters, Juri Gagarins

  • Ein Lächeln im Gesicht [18]

    TitelbildÜber eine junge Frau am Umschlag eines Fotobandes des italienischen Fotografen Luciano Ferrara - Von Clemens Berger

  • Der feuerrote Drache [4]

    TitelbildAdolf Holl über den kalabrischen Abt Joachim von Fiori, der bereits zu Lebzeiten genoss er ein hohes Ansehen als Zukunftsdeuter genoss

  • Donauwasserleiche [15]

    TitelbildKurt Palm über Adalbert Stifter und seine Ziehtochter und Haushaltshilfe Juliana Mohaupt

  • Fragmente - für Lucian [4]

    TitelbildDer Schriftsteller Peter Rosei über seinen Sohn Lucian

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.