Alonso: "Das ist das Ende der Formel 1"

19. Juni 2009, 14:14
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Piloten stehen hinter ihren Teams - Konkurrenzserie laut Alonso neue Königsklasse - Ecclestone glaubt an F1-Zukunft

Silverstone - Die Fahrer der acht rebellierenden Formel-1-Teams stehen voll und ganz hinter der Entscheidung ihrer Rennställe, eine konkurrierende Rennserie zu gründen. Das betonten die Piloten am Freitag vor dem Grand Prix in Silverstone. Als Wortführer tat sich einmal mehr der Spanier Fernando Alonso hervor. "Das ist das Ende der Formel 1. Eine neue Ära wird beginnen", so der Weltmeister von 2005 und 2006.

Die Zukunft der Formel 1 steht endgültig auf der Kippe. Acht der zehn aktuellen Teams haben sich entschlossen, vor dem Hintergrund anhaltender Streitigkeiten mit dem Automobil-Weltverband FIA über das Regulativ für die kommende Saison mit den Vorbereitungen einer Konkurrenzserie zu beginnen.

Demnach seien sich die Teams Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota, Red Bull, Toro Rosso und Brawn GP einig. "Es ist klar, dass die Teams die grundsätzlichen Werte des Sports nicht weiter kompromittieren können. Daher werden sie ihre an Bedingungen geknüpften Nennungen für die WM 2010 nicht abändern", erklärte die FOTA.

Ecclestone verweist auf Mosley

Auch Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone, der an den Fortbestand der Formel 1 glaubt, hat den Ball FIA-Präsident Max Mosley zugespielt. "Ich habe keine Ahnung - bitte fragen sie Max", erklärte Ecclestone. Die Schlüsselfigur Mosley selbst war bisher aber zu keiner Stellungnahme bereit.

Die FIA hatte von allen Teams bis Freitagabend eine bedingungslose Nennung gefordert, sonst droht der Verlust der vorläufig erteilten Startgenehmigungen. Die FOTA scheint die Frist nicht einzuhalten, will stattdessen die Drohung einer eigenen Rennserie wahrmachen. "Die Teams haben das Gefühl, einen sehr weiten Weg gegangen zu sein. Jetzt haben wir keine Alternative mehr", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

FIA-Präsident Max Mosley hatte sich in dem Konflikt zuletzt kompromissbereit gezeigt. Unter anderem sollte die Budgetobergrenze von 46,6 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro angehoben werden. Großer Streitpunkt soll aber nicht mehr das Etatlimit, sondern die Verteilung der Marketing- und TV-Einnahmen sein. (APA)

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