Tierschützer: Waljagd wird subventioniert

19. Juni 2009, 14:44

"Jagen und Töten von Walen ein verlustreicher Industriezweig"

Frankfurt/Main - Japan und Norwegen subventionieren den umstrittenen Walfang nach Angaben der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) mit Steuergeld. Einer Studie zufolge, die der WWF zusammen mit der Whale & Dolphin Conservation Society (WDCS) erstellen ließ, sei das Jagen und Töten von Walen ein verlustreicher Industriezweig, teilte WWF Deutschland am Freitag in Frankfurt mit. Norwegen unterstütze die Walfänger mit verbilligtem Benzin, sagte ein WWF-Sprecher. In Japan sei der Walfang ein öffentliches Programm zum Zweck der Forschung - aus Sicht der Naturschützer ein fadenscheiniges Argument für das Töten der Meeressäuger.

"In Zeiten der globalen Wirtschaftskrise ist es weder strategisch klug, noch nachhaltig, wertvolle Steuergelder für eine Branche zu verschwenden, die aus eigener Kraft nicht überlebensfähig ist", so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. Trotz eines weitgehenden Verbots von kommerziellem Walfang erlegten Japan und Norwegen jährlich etwa 1.500 Tiere.

Steuergelder

In Norwegen betrug die staatliche Förderung laut WWF fast die Hälfte des Bruttowerts, den die Fischerei-Handelsorganisation Rafisklaget durch den Absatz von Walfleisch erwirtschaftet hat. Eine Summe nannte die Umweltstiftung nicht. Die japanische Regierung habe allein in der vergangenen Saison rund zwölf Millionen US-Dollar (8,6 Millionen Euro) an Steuergeldern in die Waljagd gepumpt, in den vergangenen 20 Jahren 164 Millionen US-Dollar.

Der Preis für Walfleisch sei in Japan von 30 US-Dollar (1994) auf 16 US-Dollar (2006) gefallen. (APA/dpa/red)

fuerTiere
01
21.6.2009, 20:29
Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang

wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.

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