Journalistengewerkschaft fordert von Verlegern Einhaltung des KV

19. Juni 2009, 13:18
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VÖZ darf nicht auf die Rechte der eigenen Journalisten vergessen

Während sich die Verleger am Freitag in Sachen Urheberrechtsschutz an die Politik wandten, appellierte die Journalistengewerkschaft an die Politik, die Journalisten vor ihren Verlegern zu schützen. Konkret forderte der Gewerkschaftsvorsitzender Franz Bauer die Einhaltung des Journalisten-Kollektivvertrags. Wenn die Zeitungsherausgeber um öffentliche Hilfe bei der Durchsetzung ihrer Rechte ansuchen, sollten sie dabei nicht die Rechte ihrer Journalisten vergessen, so Bauer in einer Aussendung.

"Dass der VÖZ jetzt nach öffentlicher Hilfe zur Durchsetzung seiner Rechte schreit - ausgerechnet in einer Zeit, in der führende VÖZ-Mitglieder versuchen, durch Ausgliederungen und extensiven, rechtswidrigen Einsatz freier Mitarbeiter Kollektivverträge zu umgehen und auf Kosten der Journalisten zu sparen - ist geradezu grotesk", so Bauer. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) solle nicht vergessen, dass die Urheber von Artikeln und Internetbeiträgen Journalisten seien, "die derzeit von den Medienhäusern massiv unter Druck gesetzt" werden.

"Wer versucht, durch juristische Tricks oder offenen Druck auf Kolleginnen und Kollegen deren wirtschaftliche Situation zu verschlechtern oder ihnen eine faire, rechtskonforme Behandlung vorzuenthalten wirkt nicht gerade glaubwürdig, wenn er für die Durchsetzung eigener Rechte den Rechtsstaat strapazieren will", so Bauer. (APA)

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