Kidnapper im Jemen identifiziert

19. Juni 2009, 11:50
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Angeblich auch ungefährer Aufenthaltsort bekannt - Leiche von Geisel nach Südkorea gebracht

Sanaa/Seoul - Nach der Ermordung einer südkoreanischen Geisel im Jemen ist der Leichnam am Freitag nach Südkorea übergeführt worden. Die sterblichen Überreste der von den Kidnappern getöteten 34-jährigen Lehrerin Eom Young-sun seien von ihrem Vater und ihrer Schwester aus dem Jemen geholt worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Am Sonntag soll die Tote in ihrem Heimatort Suwon in der Nähe von Seoul bestattet werden.

Die Leichen von Eom und zweier deutscher Pflegehelferinnen waren am Montag gefunden worden. Unbekannte hatten am Freitag vergangener Woche in der nordwestlichen Provinz Saada die drei Frauen sowie auch eine fünfköpfige Familie aus Sachsen und einen britischen Ingenieur entführt. Die Ausländer hatten alle im selben Krankenhaus in Saada gearbeitet. Von den restlichen Geiseln fehlt bisher jede Spur.

Zwei Hauptverdächtige

Die Sicherheitskräfte im Jemen haben im dem blutigen Geiseldrama um eine Gruppe verschleppter Ausländer angeblich zwei Hauptverdächtige identifiziert. Das berichtete die regierungsnahe Zeitung "Al-Thawra" am Freitag unter Berufung auf Angehörige der Sicherheitskräfte in der Provinz Saada. Nach den Verdächtigen, die namentlich bekannt seien, werde nun gesucht, hieß es. Die Behörden wüssten auch, in welcher Region sich die beiden Männer derzeit aufhielten.

Von der fünfköpfigen Familie aus Deutschland und dem britischen Ingenieur, die verschleppt wurden, fehlt bisher jede Spur. Sie sind seit dem Überfall der Entführer vom Freitag vergangener Woche verschollen. Drei Frauen, zwei deutsche Pflegehelferinnen und eine Lehrerin aus Südkorea, haben die Geiselnehmer erschossen. Zu den Taten hat sich niemand bekannt; die Hintergründe sind unklar.(APA/dpa)

 

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