Industrie-Erzeugerpreise um 1,5 Prozent gesunken

19. Juni 2009, 11:05
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Wien - Die Erzeugerpreise der Industrie sind im April 2009 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken. Einen so starken Preisrückgang hatte es letztmalig im Juni 2002 gegeben, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Im März hatte die Jahresveränderungsrate noch 0,1 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat März 2009 fiel der Index um 1,1 Prozent.

Grund für den starken Rückgang war vor allem die enorme Senkung der Energiepreise. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Prozent zurückgegangen - nach -6,0 Prozent im März. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre der Index im Durchschnitt um lediglich 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, haben die Statistiker errechnet.

Eine Preissenkung um im Schnitt 2,4 Prozent gab es auch bei Vorleistungsgütern: Besonders kräftig waren die Rückgänge im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung (-8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) sowie Chemiefasern (-9,3 Prozent) und Futtermittel (-5,9 Prozent).

Im Jahresabstand gestiegen sind die Preise für feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren (+6,9 Prozent), Zement, Kalk, gebrannten Gips (+4,7 Prozent) sowie Erzeugnissen aus Beton, Zement und Gips (+4,4 Prozent).

Bei Gebrauchsgütern betrug die Verteuerung im Jahresabstand 2,1 Prozent (März 2009: 2,2 Prozent), wobei es Preissteigerungen vor allem bei Büro- bzw. Küchenmöbeln (+5,0 Prozent bzw. +3,0 Prozent) gab. Bei Verbrauchsgütern verteuerten sich im April nur noch um 0,6 Prozent, nach +1,4 Prozent im März, nicht zuletzt wegen Preisrückgängen bei Ölen und Fetten (-23,9 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (-7,1 Prozent). Stärkere Preisanstiege gab es bei Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemitteln sowie Duftstoffen (+16,7 Prozent) und Spielwaren (+5,8 Prozent). (APA)

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