Alltagstaugliches Stadtfahrzeug

Mitsubishi i MiEV: Erste Probefahrt im Elektroauto

saubereAutos.at, 22. Juni 2009, 16:40
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    Optisch unterscheidet sich der Elektro-Kleinwagen nicht von anderen modernen Vertretern seines Segments.

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    Der i MiEV steht in Punkto Platzangebot seinen konventionell betriebenen Kollegen in nichts nach.

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    In einer halben Stunde kann die Batterie auf 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität gebracht werden.

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    Zwei Peronen finden leicht Platz, vier Insassen müssen schon etwas näher zusammen rücken.

Der Einsatzbereich des i MiEV liegt vorrangig im urbanen Bereich. Hier erweist er sich als praxistaugliche und saubere Alternative

In wenigen Wochen feiert das Elektrofahrzeug i MiEV in Japan seine Markteinführung, und beim Hersteller dieses Modells handelt es sich nicht um einen kleinen Spezialbetrieb, sondern die renommierte Automobilmarke Mitsubishi, die dieses Projekt mit dem ganzen Potential eines Großkonzerns verfolgt. Wenn also Mitsubishi den i MiEV als serienreif erklärt, dann kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei um ein vollwertiges Fahrzeug handelt, dessen einzige Einschränkung (Reichweite) konzeptbedingt ist. Deshalb war auch unserer Vorfreude besonders groß, als es galt, den Mitsubishi i MiEV einer kurzen Testfahrt zu unterziehen.

Optisch unterscheidet sich der Elektro-Kleinwagen nicht von anderen modernen Vertretern seines Segments; der japanische Hersteller weist nicht bereits im Design auf den sauberen Antrieb hin. Bei dem unter 3,5 Meter langen Kleinwagen, der vier Personen und ein bisschen Gepäck transportieren soll, ist das Aussehen zu einem Großteil der Funktion untergeordnet. Der i MiEV basiert auf dem 2006 in Japan vorgestellten "i" Minicar, das ursprünglich über einen sparsamen Benzinmotor verfügte.

Beim i MiEV wurden die konventionellen Antriebskomponenten durch den Elektromotor, die Lithium-Ionen-Batterien und die weiteren für die emissionsfreie Antriebsart notwendigen Bauteile ersetzt. Und ganz im Gegensatz zu früheren Elektrofahrzeugen, bei denen ein nicht unbeträchtlicher Teil des Innenraums der Batterie geopfert werden musste, erweist sich der i MiEV in seinem Platzangebot für die Passagiere seinen konventionell angetriebenen Kollegen als ebenbürtig. Das Triebwerk ist als Heck-Mittelmotor-Layout vor der Hinterachse angeordnet, die Batterien sind unter dem Fahrzeugboden untergebracht.

Allerdings: Wir sprechen von einem 3,45 Meter langen und 1,52 Meter breiten Kleinwagen, in dem zwar vier Personen Platz nehmen können, sich allerdings für die gemeinsame Bewältigung längerer Fahrten schon näher kennen sollten - oder das zumindest danach notgedrungen tun werden. Für den Einsatz mit einem oder zwei Passagieren an Bord reicht der Platz allerdings problemlos aus, und für die Einkäufe steht ein 216 Liter fassender Kofferraum zur Verfügung. Auch das Fahrzeuggewicht bewegt sich mit 1.080 kg in klassenüblichen Grenzen.

47 kW (64 PS) leistet der permanentmagentische Synchronmotor und gestattet dem Mitsubishi i MiEV damit den uneingeschränkten Einsatz im Stadtverkehr. Das Drehmoment von 180 Nm steht sofort zur Verfügung und dadurch fährt sich das Elektroauto wie ein konventioneller Kleinwagen mit einem stärkeren Motor und Automatikgetriebe. 130 km/h gibt der Hersteller als Höchstgeschwindigkeit an, die für den Einsatzzweck dieses Autos - Fahrten im urbanen Bereich - ausreichend sein sollten. Auch Abstecher auf die Stadtautobahn können mit dem i MiEV souverän bewältigt werden.

Eine tatsächliche (obwohl wahrscheinlich eher psychologische) Einschränkung stellt die Reichweite dar, die laut Mitsubishi 144 Kilometer beträgt. Auch wenn die Durchschnittsdistanz der täglichen Fahrten deutlich darunter liegt, greift man gerne auf eine Reserve zurück, die einem die innere Ruhe lässt. Problemlos ist hingegen das Aufladen: Dank eines Onboard-Ladegeräts kann die Batterie innerhalb sieben Stunden an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose zu 100 Prozent geladen werden. Im Schnellladeverfahren kann die Batterie in einer halben Stunde zu 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität gebracht werden.

Als sauberes Stadtfahrzeug erfüllt der Mitsubishi i MiEV also alle Ansprüche, die an einen aktuellen Kleinwagen gestellt werden. Eine Verbesserung der Reichweite sollte mit der momentan stattfindenden Entwicklung auf dem Gebiet der Batterietechnik auch nur eine Frage der Zeit sein. Umgerechnet rund 23.000,- Euro soll die erste Serie des i MiEV in Japan kosten, und bei dieser Summe ist die Förderung durch die japanische Regierung bereits abgezogen.

Für die Überlegung, ob man um diesen Preis ein innovatives, emissionsfreies Fahrzeug oder doch zwei konventionell angetriebene Kleinwagen erwerben soll, kann man sich jedoch in Österreich noch etwas Zeit lassen. Erst Ende 2010 soll der i MiEV nach Europa kommen und zuerst für Großkunden verfügbar sein. Privatpersonen werden das Elektro-Stadtauto also im Laufe des Jahres 2011 kaufen können. (saubereAutos.at)

Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Autor. Zur Verfügung gestellt von saubereAutos.at.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 50
1 2
haudi
11
24.6.2009, 21:57
die doofen reunion

nicht schlecht: ein auto welches schon vor dem produktionsstart eine hymne hat:

http://www.youtube.com/watch?v=i3mLtv7s1X0

:D

MacAllen Fine Oak
00
23.6.2009, 14:56
Was ist denn das für eine Smart Kopie????

Peter T
00
23.6.2009, 16:42

soviel ich weiß hat smart die Platform der zweiten Generation in Kooperation mit Mitsubishi entwickelt - und das Mitsubishi Ergebnis ist eben der "i", der vornehmlich in Japan und den USA verkauft wird.
Also eher Cousin ans Kopie.
Der (inzwischen mangels Erfolg eingestellte) Smart ForFour und der Mitsubishi Colt sind ja auch auf der selben Platform und sogar im selben Werk gebaut worden.

Mucosaprolaps
00
23.6.2009, 16:00

Folgende Aufgabe: Gestalte ein Auto, in dem vier Leute sitzen können, das so klein ist wie möglich, und wenig Luftwiderstand, und das so aussieht dass Leute es kaufen.

Das Ergebnis wird meiner Vermutung so fad aussehen wie derzeit fast alle neuen Autos.

gigngogn
 
00
23.6.2009, 13:36
Warum schauen die Dinger eigentlich immer aus wie aus dem Duplo Baukasten?

Ist das ein ungeschriebenes Gesetz, dass E-Autos immer ein infantiles Design haben müssen?

SCANone
01
23.6.2009, 11:42

Mein Smart Cdi hat mit ein paar Prozenten knappe 11.000,- gekostet. Er verbraucht in der Stadt knapp 4 Liter Diesel. Strom ist ja auch nicht "gratis"...wann würde sich der MiEV also rechnen?

Nie!!

(Für Leute die 4 Sitze möchten, dann halt den iQ)

natoll
00
23.6.2009, 13:23

der smart ist schon ein feines ding, aber die 4 liter in der stadt spielts auch nur in dieser gewichtsklasse. bei 4-sitzern bist in der realität bei über 5 liter.

in wahrheit aber auch völlig egal, wir reden da bei 10.000 km / jahr von 400 eur kosten.

spritkosten sind bei pkw's im vergleich zu den sonstigen kosten in wahrheit doch völlig irrelevant.

das geniale an elektroautos ist ja das volle drehmoment von beginn an. das ist ziemlich witzig zu fahren.

orso minore
00
23.6.2009, 15:37

Ich wuerde die Treibstoffkosten nicht so unterschaetzen, fuer ein Durchschnittsauto wuerde ich eher knapp 7 Euro auf 100 km und 15000 km Jahresfahrleistung ansetzen, macht etwa einen Tausender pro Jahr, also ungefaehr gleich viel wie Steuer+Teilkasko, und auch ungefaehr gleich viel wie der Wertverlust (ausser in den ersten 3 Jahren). 1 Liter weniger Verbrauch macht ueber ein Autoleben (gut 200 000 km) etwa 2500 Euro Ersparnis, das ist auch in etwa der Mehrpreis den die Leute fuer Dieselfahrzeuge zahlen (hoeherer Preis + hoehere Wartungskosten) und daran werden wohl auch Elektroautos gemessen werden.

Heavyweather
00

Was kostet dein Handy...
Eigentlich 200-700€ aber kaum einer kauft sich ein Handy.
Genau so wird es beim E-Auto auch sein.
Batterien müssen auch so verkauft werden. Mit Update Garantie ein Autoleben lang z.B.
Es gibt ja schon Akkus die für 500km reichen. Die werden aber erst in 3 Jahren in Serie gehen.
Falls z.B. plötzlich einer neuer Batterietyp (Oxygen..) auftaucht, die Energiedichte sich vervielfacht und gleichzeitig der Preis runter geht möchte ich auch nicht mit einem alten Akku fahren müssen.

Die E-Autos werde also einfach gemietet/geleast bzw nach km Leistung abgerechnet. Der Provider ist halt dann der Stromhersteller.

WBR
00
23.6.2009, 11:32
XR3 Plug In Hybrid

Auch an dieser Stelle der Hinweis auf ein Fahrzeug, das ich erst vor kurzem entdeckt habe und für vielversprechend halte:
http://www.youtube.com/watch?v=hLASs0ueF7I
http://11k2.wordpress.com/2009/06/1... usen-cool/
Reine Elektroautos mit hoher Reichweite werden vermutlich noch eine Weile aufgrund der teuren Batterien für Normalbürger nicht in Frage kommen (ohne Subventionen).
Plug-In-Hybride kommen mit kleineren Batterien aus und ihre Reichweite ist "unbeschränkt".
Beim XR3 kommt natürlich noch der geringe Energieverbrauch durch Leichtbauweise und gute Aerodynamik dazu (Prinzip Loremo).
Er ist als Stadtauto ebenso geeignet wie für Überlandfahrten. Als Familientransporter natürlich nicht.

Christ Kind
01
24.6.2009, 14:44
schiach wie

Nacktschnecke.

wolfgang gaerber
12
23.6.2009, 11:05
64PS und 130km/h

... sind doch mehr als ausreichend... für den Stadtverkehr. (Wenn man den österreichischen grün-blink Wahnsinn beiseite nimmt)

32PS und 90km/h würden da auch reichen.

orso minore
01
23.6.2009, 11:21

Verbrennungsmotoren haben bei geringer Last einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad, schwaechere Motoren werden im Schnitt mit hoeherer Last betrieben und brauchen deshalb weniger. Bei Elektromotoren gibt es diesen Effekt nicht, ein schwaecherer Motor bietet also keine Vorteile, auch nur geringe Gewichtsvorteile. Da bringt es wesentlich mehr einen staerkeren Motor einzubauen und dafuer auf ein Getriebe zu verzichten.

Jackie Wara
 
00
23.6.2009, 10:49
klingt ja ganz vernünftig, aber ist das wirklich notwendig dass ein elektroauto derartig hässlich ist?

Alf von Melmak
 
01
23.6.2009, 11:34
klingt ja ganz vernünftig, aber ist das wirklich notwendig dass ein elektroauto derartig hässlich ist?


Es könnte ja auch stinken, wenn es schon Mief heißt...

Der Unkurze
00
23.6.2009, 11:58

wenns wenigstens DUmievst wäre und nicht imiev

molekühl
11
23.6.2009, 09:57

Weil hier soviel über "emissionsfrei" geschrieben wird: Benziner nach aktueller EURO5-Norm sind ausreichend sauber, um auch in Ballungsräumen kein grosses Problem mehr darzustellen. Würde man endlich anfangen, die steuersubventionierten Drecksdiesel ernsthaft zurückzudrängen, könnte man eine vielfach höhere Verbesserung der Luftqualität erreichen, als mit ein paar homöopatisch eingesetzten (und wahrscheinlich auch erst wieder hochsubventionierten) E-Autos.
Aber Fakten haben in unserer Medien- und Politiklandschaft ja noch nie interessiert.

Heavyweather
00

Aha...so sauber...
Es geht ja meistens nicht nur um Kleinstädte.
Warum haben denn die Chinesen dann in 500 Städten die Benzinroller verboten und durch E-Roller ersetzt...
Das machen sie auch bald mit den Autos...deshalb machen sich die Hersteller ja schon ins Hemd.

trifasciata
01
23.6.2009, 11:51
Es geht ja nicht nur um Emissionen

Erdöl kann wesentlich sinnvoller verwendet werden als es zu verbrennen.
Auch Lärm ist ein Thema.

natoll
00
23.6.2009, 13:24

noch dazu kann strom (zumindest theoretisch) zu 100% in der eigenen volkswirtschaft erzeugt werden. öl ist immer zu einem guten teil wertschöpfung im ausland.

elschlicko
02
23.6.2009, 07:08

Es wird wieder mal über das Raumangebot in einem Kleinwagen gejammert. Deshalb heißen die Dinger ja KLEINwagen. Und was braucht man den im Alltag mehr?! Ich fahre seit zig Jahren einen Lupo und bin vor 2 Jahren sogar damit umgezogen.
Und der schönste Vorteil: man kann sich auch noch zwischen zwei Autos zwängen, dessen Fahrer noch nie etwas von platzsparend einparken gehört haben!

powerIuser
00
23.6.2009, 10:19

Vollste Zustimmung! Auch wenn ich mein großes Auto sehr gern hab, der Kleine ist praktisch und so viel Auto wie man braucht.

Ich find diesen Mitsubishi überhaupt sehr sinnvoll, denn er hat 4 Sitze und Kofferraum. Was hilft mir ein E-Smart wenn ich gleich einen E-Roller haben kann, bringt in etwa gleich viel. Auch wenn man in der Stadt ein kleines Auto will - es soll noch ein Auto sein (4 Plätze+Kofferraum).

rasenmähermann
03
22.6.2009, 22:37

Also den Namen halte ich für nicht geglückt.

Urs Patos
34
22.6.2009, 19:49

Ich wunderte mich schon: sah den Smart und las Mitsubishi.

Die Asiaten sind forsch und haben keine Scham. Auch verstehen sie es, Schlechteres durchzusetzen.

Da fällt mir z.B. das VHS System ein. Wesentlich schlechter als das Beta System von Grundig. Die haben aber ihr VHS als Standard durchgesetzt.

Die Beispiele sind vielfältig.

Fritz wablhuber
00
23.6.2009, 12:03
ad VHS

VHS hat sich durchgesetzt, weil sie sich der P0rno-Industrie zuerst geöffnet haben.

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