Strahlentherapie erhöht Schlaganfallgefahr

19. Juni 2009, 10:19
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Doppeltes Risiko für Schlaganfall - Besonders junge Patienten gefährdet

Washington - Bei der Behandlung des Hodgkin-Lymphoms, einer bösartigen Erkrankung des Lymphsystems, erhöht eine Strahlentherapie das spätere Risiko für einen Schlaganfall deutlich. Die Bestrahlung steigert laut einer niederländischen Studie im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung die langfristige Gefährdung der Patienten für einen Schlaganfall um mehr als das Doppelte und für eine Transitorisch Ischämische Attacke sogar um das Dreifache.

Besonders junge Patienten gefährdet

Dies stellten die Forscher des Niederländischen Krebszentrums in Amsterdam an 2.200 Patienten mit Hodkin-Lymphom fest. Gefährdet seien insbesondere junge Patienten. Bei ihnen sollten Ärzte nach Ende der Behandlung versuchen, weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall wie etwa Bluthochdruck zu kontrollieren, schreiben die Forscher im "Journal of the National Cancer Institute".

In der gleichen Zeitschrift kommentiert der US-Mediziner Dan Longo von den Nationalen Gesundheitsinstituten, die Anwendung der Strahlentherapie beim Hodgkin-Lymphom sei angesichts der damit verbundenen Risiken kurzsichtig. (APA/AP/red)

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