Anhänger veranstalten Mahnwachen in Burma

19. Juni 2009, 09:36
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Auch in anderen Orten der Welt - Burmesin ist einzige inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin

Rangun - Anhänger der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi haben am Freitag in Rangun und an anderen Orten rund um die Welt Mahnwachen zu ihrem 64. Geburtstag veranstaltet. In Rangun überreichten sie in einer symbolischen Geste buddhistischen Mönchen Opfergaben. Vor dem Sitz von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) ließen sie nach Augenzeugenberichten im Morgengrauen Ballons aufsteigen.

Zum Geburtstag der Oppositionsführerin würdigten auch die USA den Mut der Friedensnobelpreisträgerin. Außenamtssprecher Ian Kelly forderte die burmesische Militärregierung auf, ihre "ungerechtfertigten und unhaltbaren Vorwürfe" gegen Suu Kyi fallenzulassen. Kelly sagte, die USA freuten sich auf den Tag, an dem sie ihren Geburtstag in Freiheit feiern könne.

Auch die Teilnehmer des EU-Gipfels in Brüssel der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi mit einer symbolischen Geste gratulieren. "Die Europäische Union fordert die sofortige bedingungslose Freilassung von Aung San Suu Kyi", heißt es in einem Entwurf der Gipfelerklärung zu Burma (Myanmar), die im ersten Absatz in der englischen Version mit genau 64 Worten getextet ist.

"Sollte sie nicht freigelassen werden, wird die Glaubwürdigkeit der Wahlen 2010 weiter unterminiert. Die EU wird mit zusätzlichen gezielten Maßnahmen antworten", droht der Gipfelentwurf dem Militärregime in Rangun mit weiteren Sanktionen.

Suu Kyi ist die einzige Friedensnobelpreisträgerin, die sich in Haft befindet. Sie verbrachte mehr als 13 der vergangenen 19 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Derzeit wird ihr von der burmesischen Junta erneut der Prozess gemacht, weil sie vor einigen Wochen während des Hausarrestes - allerdings unerbetenen - Besuch von einem Amerikaner erhielt, der durch einen See zu ihrer Unterkunft geschwommen war.

Der Prozess gegen Suu Kyi begann vor drei Wochen, er soll am 26. Juni fortgesetzt werden. Ihr Hausarrest wäre sonst Ende Mai zu Ende gegangen. Suu Kyi muss nun mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe wegen Verstößen gegen ihren Hausarrest rechnen. Die Militärjunta kündigte für das kommende Jahr Wahlen an.(APA/AFP/AP) 

 

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