1,9-Millionen-Dollar-Strafe wegen Musikpiraterie in den USA

19. Juni 2009, 08:04
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    Jammie Thomas-Rasset

Pro Song 80.000 Dollar - Angeklagte legte sich mit mächtigen Plattenfirmen an

In einem vielbeachteten Prozess hat ein US-Schwurgericht in Minnesota am Donnerstag eine 32-jährige Angestellte wegen Weitergebens von Musikdateien an andere Internetnutzer verurteilt. Jammie Thomas-Rasset wurde für schuldig befunden, 24 Songs illegal über die Internet-Tauschbörse Kazaa verbreitet zu haben. 1,92 Millionen Dollar (1,379 Mio. Euro) muss sie deshalb an sechs Plattenfirmen zahlen: an Capital Records, Sony BMG Music, Arista Records, Interscope Records, Warner Bros. Records und UMG Recordings.

Zigtausend Klagen

Thomas-Rasset war in dem Fall bereits im Oktober 2007 zu Schadenersatz in der Höhe von 220.000 Dollar verurteilt worden, musste sich jetzt aber in einem neuen Verfahren verantworten. Der mächtige Verband der Musikindustrie in den USA (RIAA) und mehrere Plattenfirmen haben wegen des Herunterladens von Songs aus dem Internet zigtausend Klagen angestrengt. Die meisten Beklagten verglichen sich aus Furcht vor den finanziellen und rechtlichen Folgen mit der RIAA. Thomas-Rasset lehnte das ab.

Thomas-Rasset kündigte am Samstag an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. (APA/red)

 

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Posting 1 bis 25 von 413
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Nr.3645
00
30.6.2009, 13:10
in zweiter instanz werden daraus dann ein paar 1000 oder 10.000€

werden, wie schon so oft.

DanijelZX
21
25.6.2009, 13:11
Kein Normaler Mensch.......

wird sich eine CD kaufen nur weil ihm ein Lied darauf gefällt solange es auch GRATIS und das noch von Zuhause aus geht!
Hat man mehrere Lieblingslieder von z.B. 10 verschiedenen Künstlern muss man sich im Endefekt 10 CDs kaufen und 150€ dafür ausgeben?
Ich glaube jeder der 38 Stunden die Woche für weniger als 1500 Netto arbeitet und auch noch einen Haushalt führt wird so Normal sein und keine 150€ für CDs ausgeben von der er jeweils nur ein Lied hört.

aenema_lateralis
 
01
24.6.2009, 08:23
80.000 pro song

...das müssen wirklich hammergeile songs sein! wow!
episch!

Elias Wanko
00
30.6.2009, 10:07

Die Songs:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jammie_Thomas

Sind zwar nicht schlecht aber wert sind sie es nicht ^^

Bonobo
01
21.6.2009, 20:03
Da bleibt mir nicht übrig wie

Ö3 und Paris Hilton zu verklagen.

Den Raum konnte ich nicht verlassen und der Besitzer des Radios wollte den Sender nicht wechseln.

Seither habe ich traumatische Zustände.
Vermutlich werden die erst abklingen wenn ich 115,27 Millionen Entschädigung bekomme und diese an verarmte Filesharer aufteile...

friedrich wilhelm voigt
04
21.6.2009, 12:13
moderne sklaverei

mal unabhängig von der schuldfrage und in diesem fall der angemessenheit für das vergehen:

die höhe sollte auch die wirtschaftlichen verhältnisse des täters berücksichtigen. wenn man jemandem zahlungen von 1,9 mio. dollar anhängt, der diese summe in seinem ganzen LEBEN nicht mal ohne abzug aller ausgaben verdienen kann, und den dann sein leben lang darauf pfändet, ist das nichts anderes als staatlich legitimierte sklaverei.

Jonathan Möve
00
21.6.2009, 10:35
Wegen 24 Songs!

Da haben sie aber einen dicken Fisch an der Angel!

Baer8
00
21.6.2009, 09:56
Man darf sich halt nie mit den "Guten" anlegen...

Marquis de Sade
 
01
21.6.2009, 07:51

ich bin immer wieder entzückt, welch außerordentliches Feingefühl die US Justiz bei der Bemessung der Strafen beweist.

Naja, bald bin ich mal drüben. Ich werd mir irgendwas suche (vielleicht werd ich dort gar durch ständige Musikberieselung süchtig nach Musik?) und eine Millionenklage einreichen. ;)

fabu
11
21.6.2009, 02:18
Problem, Wie wär es mit der Idee,

Problem: File Sharing kann nicht verhindert werden, youtube, Filme, musik, Softwares werden kopiert.

Idee: Jeder darf alles runterladen.

Umso öfter jedoch ein Programm(musik Programm,..) genutzt wird, umso mehr Anteile bekommt es aus dem Topf. Der Topf wird vom Staat durch Steuern eingehoben. Zum Beispiel 1% auf alles.

Damit verdienen die mächtigen Firme wie Microsoft Sony ,.. oder die Filmindustrie sehr viel Geld, aber auch kleine Künstler haben möglichkeit zu Geld zu kommen.

Das Budget wird in Software, Musik und Dienste unterteilt.

Dabei halbiert sich der verdienst nach 1/2/3 Jahren .

Programme für die keiner 90€ zahlen würde, würden trotzdem genutzt werden.

Würd ich jedenfalls für sinnvoll erachten. Was meint ihr?

Bruno Pa
00
25.6.2009, 15:34

Jeder Cent für die Musikverwertungsindustrie ist ein Cent gegen Menschenrechte.

Matz8472
01
22.6.2009, 07:47

Ich könntemit sowas leben, nur letztlich zahlt somit die Allgemeinheit (auch die 55-jährige Reinigungskraft ohne Internetanschluss) für den Bedarf verhältnismäßig weniger Teilnehmer, die sich viel mehr runterladen als der Durchschnitt. Somit wäre ein solches System mE ungerecht. Mit einem Pauschalbetrag könnte man meines Erachachtens aber bei den Internetkosten ansetzen. Jeder Internetnutzer zahlt einen bestimmten zusätzlichen Betrag ein, der dann verteilt wird. Im Gegensatz zu Steuern wäre ein solche Einhebung ein wenig treffsicherer (aber immer nocht nicht gerecht) und dann müsste man noch einen Verteilungsschlüssel finden, den die gesamt Industrie akzepiert (und auch Platz für Ausnahmen und Sonderzahlungen lässt....)

Sonstwer
00
21.6.2009, 01:08
Die Frau wird sich in ihrem ganzen Leben

keine Musik mehr leisten können

so go
00
21.6.2009, 03:14
Wenn nur Personen mit "Guthaben" Musik/DVDs erwerben dürften

... dann müsste "der mächtige Verband der Musikindustrie in den USA (RIAA)" bald noch mehr "Zivilisten" erschiessen äh klagen um keine Gewinneinbussen hinzunehmen! Doch das dürfte kein Problem sein, denn schliesslich hat man die Gesetzgeber auf seiner Seite.

Lets make money!

mahtiaivo
00
20.6.2009, 23:32
Privatkopie

die Privatkopie ist legal

analoges Prinzip:
man borgt sich von einem Freund eine CD aus und nimmt sie auf

digitales Prizip:
man ladet sich die Musik aus einer Tauschbörse herunter

so lange kein finanzielles Interesse diese Tat leitet und mit der heruntergeladenen Musik kein Gewin gemacht wird, darf dies auch nicht strafbar sein!

Matz8472
00
22.6.2009, 07:42

Vom (sinnvollen) Recht auf Privatkopie ist einiges gedeckt, auf jeden Fall das Kopieren nach dem Ausborgen vom Freund. Auch wenn ich Datei von einem Freund, Bekannten, via Internet runterlade/kopiere (oder was auch immer) ist das sicher ok. Wenn es irgendjemand (rechtswidrig) der Allgemeinheit zur Verfügung stellt und es sich alle runterladen, soll das vom Recht der Privatkopie umfasst sein (42a UrhG diesbezüglich strittig)? Unten kam das Beispiel der Schokolade (es gäbe dann 2 und für die erste hat Sony eh nix gezahlt). Und wie ist das mit der 3.5 Mio Software, die dann halt nur runtergeladen wird? Wie kommt der pöse, pöse geldgeile Mafiaentwickler/Publisher zu seinen Kosten (Gehälter, Mieten....)?

WeissBart
91
20.6.2009, 22:31
Zwei rote ohne begründung

für die beiden: das Anbieten lizenzgeschützter Dateien ist auch in Österreich verboten! Viele User wissen leider nicht, das zumindest die Datei, die sie selbst gerade downloaden gleichzeitig auch zum Upload angeboten wird, und sie sich damit strafbar machen.

und jetzt seid zumindest so mutig und begründet eure roten !

F F
03
21.6.2009, 09:52
Starke Zweifel

Anbieten lizenzgeschützter Dateien ist eine Sache über Bestrafung kann man diskutieren, aber diese Summe ist absoluter Schwachsinn und lässt Zweifel an der Rechtssicherheit in den USA aufkommen. Vielmehr stellt sich die Frage ob nach diesem Urteil die Vereinigten Staaten noch als Rechtsstaat gelten können

wassoll's
20
21.6.2009, 09:24
naja, .....

weil wir für OPEN SOURCE stehen und alles frei zugänglich sein sollte für alles und jeden!
und jetzt komm nicht mit dem "dann hätten wir aber nie so tolle sachen" argument denn wir hätten viel bessere in einem system wo wir aus NEUGIERDE das tun was uns interessiert und nicht weil wir irgendwelche zeugnisse erworben haben und dann fett(oder überhaupt) geld verdienen wollen

Jakob Petsovits
 
01
21.6.2009, 11:43
hey, wartmal, nein

Open Source steht für freien Zugang, solange der Urheber sein Zeugs unter eine Open-Source-Lizenz stellt. Aber ob er das tut, ist ganz allein die Entscheidung des Urhebers. Open Source steht nicht für Enteignung, und steht auch nicht dafür, dass z.B. Microsoft den Office-Quelltext veröffentlichen muss, nur weil er frei sein *sollte*. Der Urheber wird früher oder später von selber draufkommen, dass Open Source das bessere System ist, und wenn nicht isses auch gut.

Plattenfirmen haben sich bisher nicht für Open-Source-Lizenzen entschieden, und fallen demnach auch nicht unter deren Einfluss, weder rechtlich noch moralisch. Ich bin auch für einen lockereren Zugang zu Musikdownloads, aber mit Open Source hat das denkbar wenig zu tun.

Ka :: www.ninc.at
 
01
21.6.2009, 03:54

oder zb soulseek, wo man seine eigenen files für die leute auf der friendslist freigibt, und so bleibt es "im kleinen kreis", was die urheberrechtsabgabe deckt..
grusz
ka

Tut-ench-amun
 
00
21.6.2009, 00:43

Weil man auch andere Sachen als Torrents und Limewire nutzen kann.

Whateverman
81
21.6.2009, 00:08

weil es p2p programme gibt u.a. auch emule versionen die den upload auf 0 begrenzen darum kriegen sie ein rotes... genug begründung??
wenn man keine ahnung hat sollte man....

Schwalbe
11
20.6.2009, 22:28

bedingungsloses grundeinkommen, massive staatliche förderungen für kunst, musik, film etc einerseits und völlige neugestaltung von gesetzlichen grundlagen für rechtsabgeltungen, laufend & entsprechend dem stand der technischen möglichkeiten . das müssten künstler und gesetzgeber fordern & realisieren. dann müsste die sog. musikindustrie ihre geschäftsmodelle ändern, der kuchen neu verteilt werden. bleisatz-hersteller braucht heute auch kaum mehr jemand.

Majestät
28
20.6.2009, 21:52
Mit jeder CD, die gekauft wird, mit jedem Film, der bezahlt wird,

unterstützt man, dass solche hirnrissigen Urteile bald auch bei uns gang und gäbe sind. Denn das meiste Geld für "legale" Musik fließt in Anwälte und Lobbying.

Die eigentlichen Künstler sehen davon ohnehin nicht mal einen Bruchteil. Defakto bezahlen wir mit dem Kauf einer CD die Abschaffung unserer Bürger- und Menschenrechte a'la France.

Kein Cent mehr für die MI!

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