Siemens stieg beim slowenischen IT-Unternehmen Iskratel aus

18. Juni 2009, 18:50
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47,7 Prozent der Anteile an slowenische Miteigentümer verkauft

Der deutsche Elektrokonzern Siemens ist beim slowenischen IT-Unternehmen Iskratel ausgestiegen. Siemens hat seine Beteiligung von 47,7 Prozent an slowenische Miteigentümer des Gemeinschaftsunternehmens verkauft, wie Iskratel mitteilte. Der Preis für den Siemens-Anteil wurde nicht enthüllt. Der Siemens-Anteil wurde von der Iskra Telekom Holding erworben, die ihre Beteiligung auf 55,5 Prozent aufgestockt hat.

Bis März 2012

Laut der Wirtschaftszeitung "Finance" ist Iskra Telekom Holding mehrheitlich im Besitz der Iskratel. Diese hält auch 19,2 Prozent an eigenen Aktien, weitere 25 Prozent stehen im Besitz der slowenischen Bank Gorenjska banka, die bis März 2012 ebenfalls aus Iskratel aussteigen will.

Seit der Gründung in 1989 war Iskratel im Gemeinschaftseigentum von Siemens und dem slowenischen Mit-Besitzer. In den vergangenen Jahren hätte sich das Wirtschaftsumfeld wesentlich verändert, weshalb die Entwicklungssynergie der Partner ineffektiv geworden sei, hieß es. Iskratel wolle nun neue internationale strategische Partner suchen, außerdem soll auch ein Management-Buy-Out durchgeführt werden.

Iskratel mit Sitz in nordslowenischen Kranj ist ein Anbieter von Telekommunikationsausrüstung und Dienstleistungen. Das Unternehmen hat rund 1.300 Beschäftigte und hatte 2008 einen Umsatz von 144 Mio. Euro erwirtschaftet.(APA)

 

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