Thermische Sanierung ein Hit

18. Juni 2009, 17:44
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Bausparkassen plädieren für Fortsetzung der Förderung

Wien - Die Bausparkassen plädieren für eine Verlängerung des "Sanierungsschecks" und zusätzliche Fördermittel des Bundes für die thermische Sanierung.

Die erste Tranche von 50 Millionen Euro für Privathaushalte aus dem zweiten Konjunkturpaket werde nächste Woche vergeben sein, sagten Spitzenvertreter der Branche bei einer Podiumsdiskussion. Derzeit seien bereits 9000 der insgesamt 10.000 Anträge erledigt.

Weitere Fördergelder in diesem Bereich kämen den Bund billiger als wenn er später wegen der Nichteinhaltung des CO2-Kioto-Ziels hohe Pönale nach Brüssel zahlen müsse, sagte Raiffeisen-Bauspar-Chef Erich Rainbacher. Er begrüßte Anzeichen aus der Politik, über eine weitere Tranche zur thermischen Sanierung reden zu wollen.

Dabei werden bis zu 20 Prozent der privaten Investitionen gefördert. Die maximale Förderung liegt bei 5000 Euro. Bedenke man, dass durch die erste Tranche allein im Privatsektor 250 Mio. Euro Investitionen ausgelöst würden, sei dies allein über das Mehrwertsteuer-Aufkommen "ein Geschäft für den Finanzminister" und außerdem auch eine willkommene Konjunkturstütze, sagte Rainbacher. Weitere 50 Mio. Euro sind, wie berichtet, für Betriebe vorgesehen.

Damit die Pflegevorsorge via Bausparen richtig anspringt, werden laut Wüstenrot-Bauspar-Chefin Susanne Riess-Passer noch Aussagen der Politik nötig sein, dass sich hier künftig aufgrund der begrenzten öffentlichen Mittel "eine Lücke" auftue. Um den Vorsorgecharakter " etwa für die Pflege - stärker in den Vordergrund zu rücken, könnte Bausparen bei über 55-Jährigen steuerlich absetzbar gemacht werden, meinte ABV-Generaldirektor Erich Hackl. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.6.2009)

 

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