Siemens-Mitarbeiter gehen auf die Straße

18. Juni 2009, 16:29
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Protest gegen die 632 geplanten Kündigungen in der Softwaresparte SIS

Nach einer am Mittwoch durchgeführten ergebnislosen Gesprächsrunde zwischen Betriebsrat und Management bei Siemens wird der Protest gegen die 632 geplanten Kündigungen in der Softwaresparte SIS auf der Straße weitergeführt. Der Vorstand der Siemens AG werde am Dienstag, dem 23. Juni, eine Demonstration zum Parlament veranstaltet, teilte der SISCT-Betriebsrat am Donnerstag mit.

Blockade

Das Management wirft seinerseits dem Betriebsrat vor, er blockiere durch Gesprächsverweigerung einen Sozialplan für die betroffenen Beschäftigten. Die "öffentliche Betriebsversammlung" der Beschäftigten werde um 14 Uhr bei der Oper beginnen und in einer Schlusskundgebung vor dem Parlament "weitere, verschärfte Kampfmaßnahmen" beschließen, so der Betriebsratsvorsitzende Ataollah Samadani. Um das Hohe Haus soll eine Menschenkette gebildet werden. Der Betriebsrat wirft dem Vorstand von Siemens Österreich vor, er versuche einen Keil zwischen die Belegschaft zu treiben. Daher werde gegen die geplanten Maßnahmen Einspruch vor der Staatlichen Wirtschaftskommission erhoben. "Dem Softwareentwicklungsbereich droht ein personeller Kahlschlag, dem jede/r zweite MitarbeiterIn zum Opfer fallen soll", warnt der Betriebsratsvorsitzende.

"Reduktion der aktuellen Überkapazitäten"

Die Unternehmensführung kontert: Aufgrund der Markt- und Struktursituation sei eine "Reduktion der aktuellen Überkapazitäten" notwendig. Der Betriebsrat weigere sich, ohne Vorbedingungen Verhandlungen über einen Sozialplan oder eine "Transfergesellschaft" für die von den Kündigungen betroffenen Beschäftigungen aufzunehmen, so das SIS-SDE-Management in einer Mitarbeiterinformation, die der APA vom Konzern übermittelt wurde.(APA)

 

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