Hörfehler, Zielkonflikte, Sitzwechselstress

18. Juni 2009, 16:55
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Wann wechseln? Bei Windeln ist die Frage einfach zu beantworten: Wenn es stinkt. Wenn sich der Wurm beschwert

Bei Autokindersitzen ist es komplexer. Experten berichten von "hitzigen Diskussionen", die in Fachkreisen darüber geführt werden.

Es besteht ein Zielkonflikt zwischen dem, was Kinder und Eltern wollen - Gesichtskontakt, Kommunikation -, und dem, was gut für den Zwutsch ist - die Stützung der Halswirbelsäule bei Auffahrunfällen durch "Rearward Facing" des Kindersitzes (das oft verwendete "Reboard" ist vermutlich auf einen Hörfehler zurückzuführen).

Auskenner Peter Jahn (www.autokindersitz.at) sagt: "Verwenden Sie die Babyschale so lange wie möglich" - der Scheitel des Kindes müsse sich noch unterhalb des Schalenrandes befinden. Gute Babyschalen seien bis zu einem Wurmgewicht von 13 Kilogramm verwendbar. Unserer - bekanntlich ein Kraftzwerg - stemmt sich, seit er ein halbes Jahr alt ist, mit den Beinen gegen die Lehne. Macht nix, sagt Mr. Autokindersitz, das stärke seine Rückenmuskeln.

Nur weil die Industrie "9-18 kg" anpreist, ergibt sich daraus keine Wechselverpflichtung. Schauen wir einmal. Mehr dazu nächste Woche in diesem Theater. (Leo Szemeliker/DER STANDARD/Automobil/19l.6.2009)

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    Solange bei einer Vollbremsung nur die Pommes fliegen ist alles halb so wild. Ein passender Kindersitz ist unverzichtbar.

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