Technologietransfer mit Lada

18. Juni 2009, 15:35
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Der russische Autobauer Avtovaz will Fabriken mit Know-how aus Deutschland modernisieren

Moskau/Erlangen - Der Elektrokonzern Siemens und der Lada-Hersteller Avtovaz wollen bei der Modernisierung der Fabriken von Russlands größtem Autobauer zusammenarbeiten. Beide Unternehmen hätten am Donnerstag eine strategische Kooperation vereinbart, sagte ein Siemens-Sprecher in Erlangen. Die Avtovaz-Werke sollten mit Automations- und Lichttechnik sowie energiesparender Technik ausgestattet werden, um so Effizienz und Produktivität zu erhöhen. Die Modernisierung sei bis 2012 geplant.

Laut der Vereinbarung sollten dafür in speziellen Gremien die entsprechenden Konzepte erarbeitet werden, sagte der Sprecher. Konkrete Verträge gebe es noch nicht, so dass sich das erwartete Auftragsvolumen noch nicht beziffern lasse. "Das Abkommen wird die Beziehungen zwischen Avtovaz und dem Siemens-Konzern, der zu den weltgrößten Anbietern von Erzeugnissen und Dienstleistungen für die Automobilindustrie zählt, weiter fördern", sagte Avtovaz-Chef Boris Aljoschin nach Angaben der russischen Agentur Interfax. Siemens-Vorstandsmitglied Heinrich Hiesinger wurde mit den Worten zitiert, er sehe für den russischen Automarkt gute Entwicklungsperspektiven.

Siemens kooperiert in Russland bereits mit dem Konzern Rosatom bei der ziviler Nutzung von Atomkraft sowie mit der Staatsbahn RZD beim Bau von Hochgeschwindigkeitszügen. Am Vortag hatte die russische Presse spekuliert, dass die möglichen neuen Mehrheitseigner von Opel eine Allianz mit Avtovaz erwägen. Dadurch wollten der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und Russlands größtes Geldinstitut Sberbank ein Zentrum zur Autoproduktion bilden, in dem in drei bis fünf Jahren jährlich sechs Millionen Fahrzeuge gebaut werden könnten. (APA/dpa)

 

 

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