Eremitage eröffnet Dependance in Amsterdam

18. Juni 2009, 15:00
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Staatsakt am Freitag

Amsterdam - Seine Zarenmetropole an der Newa hat Peter der Große einst als "Fenster zum Westen" gegründet. Nun ist das "Fenster" soweit nach Westen gerückt, wie es selbst der weitsichtige russische Monarch wohl kaum für möglich gehalten hat: Mitten in Amsterdam wird am Freitagabend die prächtigste und zugleich einzige eigenständig verwaltete Dependance der weltberühmten Sankt Petersburger Eremitage eröffnet.

Die niederländische Königin Beatrix und der russische Präsident Medwedew werden gemeinsam die Eröffnung vornehmen. Die Hauptstadt des Nordsee-Königreichs ist damit um ein herausragendes kulturelles Glanzlicht reicher. Mit dem Umzug in den vollständig renovierten monumentalen Amstelhof hat sich die einst kleine Hermitage Amsterdam zu einem Kunsttempel von Weltniveau gemausert. "Sie gibt unserer Stadt neue Impulse und steht in einer Reihe mit bedeutenden Häusern wie dem Rijksmuseum, dem Stedelijk und dem Van Gogh Museum, aber auch dem Anne-Frank-Haus und der Portugiesischen Synagoge", freut sich Amsterdams Bürgermeister Job Cohen.

"Ein guter Grund für Besucher, einen Tag länger in Amsterdam zu bleiben", fügt das Stadtoberhaupt der geschäftstüchtigen Grachten-Metropole augenzwinkernd hinzu. Immerhin hat der Umbau der neuen Hermitage-Heimstatt mehr als 40 Millionen Euro gekostet. Aufgebracht wurden sie durch staatliche Zuschüsse, darunter aus Lotterie-Einnahmen, und private Sponsoren. (APA/dpa)

 

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