BRP-Powertrain wird Schaltzentrale

18. Juni 2009, 14:49
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Gunskirchen wird Zentrale einer neuen internationalen Division im Konzern

Linz - BRP-Powertrain mit Sitz in Gunskirchen im Bezirk Wels-Land (Oberösterreich) wird die Schaltzentrale einer neuen internationalen Division im Konzern mit sechs weltweiten Standorten für Entwicklung und Produktion innovativer Antriebstechnologien. Das gab das Unternehmen gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. BRP-Powertrain entstand durch eine Fusion von BRP-Rotax mit BRP US Inc. Anfang 2009.

Man habe sich beim Management in der Vergangenheit eine gute Vertrauensbasis erarbeitet. Außerdem sei Europa, insbesondere der deutschsprachige Raum, der Technologie-Motor im Bereich Antriebstechnologie, begründete Ohrnberger die Entscheidung des Mutterkonzerns mit Sitz in Kanada, dieses "Mandat" dem oberösterreichischen Standort zuzusprechen.

"Als Divisionszentrale positionieren wir uns innerhalb des Konzerns nun eindeutig weg vom Zulieferer hin zum Vorreiter in der Entwicklung neuer Antriebstechnologien", so der Geschäftsführer. Als weiteren Meilenstein bezeichnete Wolfgang Wukisiewitsch, verantwortlich für den Bereich Forschung und Entwicklung, das "Regionale Innovations Centrum", das im Herbst 2009 eröffnet werden soll.

Ein Drittel in der neuen Division

Von den konzernweit 5.500 BRP-Beschäftigten arbeiten rund ein Drittel in der neuen Division. Der Standort Gunskirchen verfügt über 1.100 Mitarbeiter. Zur Zeit arbeiten rund 1.000 von ihnen in Kurzarbeit, die voraussichtlich noch bis Ende Jänner 2010 andauern wird. Die kolportierten 200 Kündigungen "standen nie zur Debatte", sagte Ohrnberger. Davon sei auch jetzt keine Rede. Die wirtschaftliche Lage habe sich aber noch nicht gebessert.

BRP-Powertrain hat in den vergangenen 50 Jahren mehr als 350 Motorenmodelle entwickelt und über 6 Mio. 4- und 2-Takt-Motoren produziert. "Die Verbrennungskraftmaschine wird immer Herzstück unserer Forschung und Entwicklung sein. Nichtsdestotrotz setzen wir uns auch mit den Themen Hybrid-Technologie und elektrischer Antriebskraft auseinander", so Wukisiewitsch. Wann das erste Vehikel mit alternativer Antriebsform auf den Markt kommen soll, sagte er nicht. (APA)

 

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