Otto trotzt Konsumschwäche

18. Juni 2009, 12:49
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Der weltgrößte Versandhauskonzern hat den Umsatz in der Konsumflaute gesteigert und investiert kräftig in den Ausbau des Geschäfts

Hamburg - Die Umsatzerlöse hätten im ersten Geschäftsquartal von März bis Mai leicht zugelegt, teilte Vorstandschef Hans-Otto Schrader am Donnerstag bei der Präsentation der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr in Hamburg mit.

"Wir werden uns auch im laufenden Geschäftsjahr trotz der Wirtschaftskrise erfolgreich behaupten." Schrader kündigte Investitionen in den elektronischen Handel übers Internet, das Stationärgeschäft und die Dienstleistungssparte an.

Bereits in dem Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 steigerte der Rivale von Neckermann und der Versandhaussparte des insolventen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, Primondo (Quelle), den Umsatz leicht um einen halben Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte kletterte der Umsatz um 1,9 Prozent. Treiber war erneut der elektronische Handel. Der Jahresüberschuss stieg um 15,9 Prozent auf 321 Millionen Euro.

Der Hamburger Familienkonzern ist nach Amazon der zweitgrößte Online-Versandhändler weltweit. Otto trennte sich in den vergangenen Monaten von einigen Beteiligungen, zuletzt wurden 34 Prozent am französischen Finanzdienstleister Cofidis an Credit Mutuel verkauft. Dadurch verringern sich die Finanzverbindlichkeiten um mehr als sechs Milliarden Euro oder 70 Prozent. Zudem schossen die Familieneigner Kapital nach, um den Konzern in der Wirtschaftskrise zu stärken. (APA)

 

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