3.500 bei Lichterkette gegen Rechts

18. Juni 2009, 13:03
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600 Teilnehmer in Graz

Mehr als 3.500 Menschen haben sich am Donnerstagabend vor dem Parlament in Wien versammelt, um im Rahmen einer Lichterkette für mehr respektvolles Miteinander und Zivilcourage zu demonstrieren. "Wir wollten ein Zeichen setzen", erklärten die Organisatorinnen Maria Sofaly und Romy Grasgruber. Die Ringstraße musste ob des Ansturms ab etwa 20.00 Uhr kurzfristig gesperrt werden.

Dem Facebook-Aufruf der beiden Initiatorinnen hatten sich knapp 11.000 Menschen angeschlossen haben (derStandard.at berichtete). Grund für den Aufruf waren die neonazistischen Vorfälle in diesem Frühjahr und der Wahlkampf der FPÖ zur EU-Wahl.

600 Teilnehmer in Graz

Rund 600 Menschen nahmen Donnerstagabend in Graz an einem Lichtermarsch mit Lesungen und Ansprachen vom Hauptbahnhof bis zum Mariahilfer-Platz teil. Die Kundgebung verlief ausgesprochen friedlich und von harmonischem versöhnlichen Tönen geprägt. Am Ende der Veranstaltung gab es sogar für die eingesetzten Polizisten freundlichen Applaus und "Bravo"-Rufe.

Einer der Organisatoren, der steirische Karikaturist und Comic-Zeichner Jörg Vogeltanz, meinte: "enn man uns auch als Kerzelrmarschierer bezeichnet, so wissen wir, wir lösen keine Revolutionen aus, wir wollen das auch gar nicht, aber wir treten gegen die Verblödung der politischen Kultur durch alle Fraktionen auf. Wir beziehen Stellung." Weiters meinte Vogeltanz: "Migrationen sind eine Tatsache, Monokulturen sind nicht nur im Pflanzenreich schädlich. Wir müssen längst fällige Anpassungen durchsetzen."

Am Schluss der Veranstaltung, bei der vom Grazer Schülerchor Kepler Spatzen die Europa-Hymne "Freude Schöner Götterfunken" gesungen wurde, wurden schließlich gegen 21.30 Uhr einige Dutzend weiße Luftballons mit Friedensbotschaften in den Himmel geschossen. (APA/red, derStandard.at, 18.6.2009)

  • Lichterkette rund um das Parlament in Wien.
    foto: matthias cremer

    Lichterkette rund um das Parlament in Wien.

  • Die Teilnehmer versammeln sich vor dem Parlament in Wien.
    foto: matthias cremer

    Die Teilnehmer versammeln sich vor dem Parlament in Wien.

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