Die Identities-Filmpreise 2009

18. Juni 2009, 12:20
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Internationaler Jurypreis ging an "Darling! The Pieter-Dirk Uys Story", der "Shortie Award" an "No Bikini"

Wien - Identities 2009 ging in seiner 15-Jahres-Jubiläumsausgabe mit einem neuen BesucherInnenrekord von rund 10.300 Personen im Kino und einer GesamtbesucherInnenzahl von über 15.000 Personen vergangenen Freitag zu Ende. Das Festival vergab folgende Filmpreise:

Internationaler Jurypreis

Die internationale Jury, bestehend aus Susanne Hochreiter, Universitätsassistentin am Institut für Germanistik der Universität Wien mit Schwerpunkt auf Gender Studies, Queer Theory und Literatur von Frauen, Roswitha Hofmann, Universitätsassistentin im Bereich Gender und Diversitätsmanagement an der WU Wien und João Ferreira, seit 2004 Direktor und Programmverantwortlicher des Lissaboner Gay und Lesbian Film Festivals "Queer Lisboa", vergab den mit EUR 1.500 dotierten Preis für den besten Langfilm an "Darling! The Pieter-Dirk Uys Story", Regie: Julian Shaw.

Die Begründung der Jury lautete, dass der Film eine politische Dimension hat, die die Jury als besonders wichtig erachtete. Es geht um Aids und Pieter-Dirk Uys' Weg gegen den "Genozid", wie er in Südafrika stattfindet, und zwar aufgrund einer politischen Klasse, die diese Krankheit ignoriert. Der Film zeigt ein starkes, eigenständiges und klares Konzept. Dem jungen Filmemacher Julian Shaw ist es in seinem Erstlingswerk gelungen, visuell und ästhetisch ebenso wie in seiner Auseinandersetzung mit dem Thema und den involvierten Personen zu überzeugen, so die Jury.

Shortie Award

Der mit  500 Euro dotierte "Shortie Award" für den besten Kurzfilm, den das Publikum prämierte, ging heuer an "No Bikini", Regie führte Claudia Morgado Escanilla. In "No Bikini" geht es um die burschikose Robin, die sich ihres lästigen, ständig verrutschenden Bikini-Oberteils entledigt und sich im Schwimmcamp bei den Burschen wohl fühlt - bis eine Urkunde ausgefüllt werden muss.

Nach Auszählung der Stimmzettel wurden folgende weitere Publikums-GewinnerInnenfilme ermittelt: Bester Spielfilm wurde "20 Centimetros" (Spanien 2005), Regie: Ramón Salazar. Als bester Dokumentarfilm wurde der österreichische "verliebt, verzopft, verwegen" (2009), Regie: Katharina Lampert und Cordula Thym, prämiert.

In der Kategoreie "Bester Klassiker" gewannen die Filme "Anna und Edith" (BRD 1974), Regie: Gerrit Neuhaus und "Before Stonewall" (USA 1984) Regie: Greta Schiller und Robbie Rosenberg. (red)

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