Gefangene stirbt nach Hitze-Qual in Außen-Käfig

18. Juni 2009, 11:39
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Frau musste in praller Wüstensonne auf eine Überstellung in die Psychiatrie warten

Phoenix - In den USA ist eine Gefangene nach stundenlanger Hitze-Tortur in einen Käfig kollabiert und gestorben.  Bei 42 Grad Celsius musste die 48-jährige Prostituierte Marcia P. im Mai in einem Gefängnis des US-Bundesstaates Arizona vier Stunden unter praller Wüstensonne auf ihre Überstellung in die Psychiatrie warten. Die Prostituierte ist einen Tag nach Qual im Krankenhaus gestorben.

233 Außen-Käfigzellen in Arziona

Insgesamt gibt es 233 solcher Frei-Käfigzellen in den Gefängnissen in Arizona. Die Zellen gibt es seit den 60er Jahren. Sie werden hauptsächlich für Kurzaufenthalte genutzt, etwa, wenn Häftlinge in andere Anstalten überstellt werden.

Routinemäßige Praxis trotz Temperaturen von 49 Grad

Freikäfige bei Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius sind barbarisch, erklärte Donna Leone Hamm, von der Häftlingsorganisation Middle Ground Prison Reform. Doch der Vorfall sei insgesamt "verrückt" und "mittelalterlich". In Arizona dürfe man keinen Hund draußen der Hitze schutzlos und ohne Wasser aussetzen. Dass die Gefängnisbehörde so eine Praxis bislang als routinemäßig angewandt habe, zeige, wie weit es in mit den Menschenrechten her sei.

Gefängnisbehördenleiter Charles Ryan, sprach von einer "Tragödie". "Es liegt in unserer Verantwortung, für das Wohl und die Bewachung der Häftlinge zu sorgen", so Ryan. Die bundesstaatliche Gefängnisaufsicht ermittelt nun mit dem Ziel, mögliche Verstöße oder Unterlassungen ans Tageslicht zu bringen.  (APA)

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