Clinton verteidigt Intervention bei Twitter wegen Iran

18. Juni 2009, 09:14
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"Wir fördern das Recht auf freie Meinungsäußerung"

US-Außenministerin Hillary Clinton hat die Intervention ihres Ministeriums beim Internetdienst Twitter zur Verschiebung von Wartungsarbeiten inmitten der dramatischen Ereignisse im Iran verteidigt. "Wir fördern das Recht auf freie Meinungsäußerung", sagte sie am Mittwoch auf entsprechende Fragen von Journalisten.

Ein Aspekt dieses Rechts sei die Nutzung von Twitter, nicht nur von Menschen im Iran, sondern zunehmend in der ganzen Welt. Diese Kommunikationskanäle offenzuhalten und Menschen zu ermöglichen, Informationen auszutauschen und sich zu organisieren, sei besonders wichtig zu einem Zeitpunkt, da es nicht sehr viele andere Informationsmöglichkeiten gebe, fügte Clinton hinzu.

Wartungsarbeit verschoben

Das US-Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, Twitter um die Verschiebung gebeten zu haben, damit Iraner weiter über die Plattform kommunizieren können. Twitter wird insbesondere von Gegnern des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad benutzt, die dessen Wiederwahl am vergangenen Freitag auf massive Wahlfälschung zurückführen und Protestdemonstrationen veranstalten. Twitter hatte die für Montagabend angekündigte einstündige Abschaltung für Wartungsangaben verschoben und erst am späten Dienstagabend vorgenommen. Der Internetdienst verwies zugleich darauf, dass er die Verschiebung wegen der derzeitigen Bedeutung von Twitter im Iran selbst beschlossen habe. (APA/AFP)

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