Europäer wollen verlängerte US-Beteiligung an ISS

17. Juni 2009, 22:51
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US-Präsident Obama lässt Raumfahrt-Projekte überprüfen

Washington  - Die Raumfahrtagenturen Europas und Russlands haben am Mittwoch an die US-Behörde NASA appelliert, sich über das Jahr 2015 hinaus zu einer Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS zu verpflichten. Hintergrund ist die Überprüfung bemannter Raumfahrt-Projekte, die die US-Regierung unter Präsident Barack Obama eingeleitet hat.

Dazu ist in Washington ein Ausschuss gebildet worden, der alle Aspekte laufender und künftiger Programme unter die Lupe nimmt, vom Engagement für die ISS bis zu Plänen für bemannte Flüge zum Mond und Mars.

Das Gremium kam am Mittwoch zu seiner ersten öffentlichen Sitzung zusammen. Die Chefs der Europäischen Raumfahrt-Agentur (ESA), Jean-Jacques Dourdain, und der russischen Behörde Roskosmos, Anatoli Perminow, äußerten sich per Konferenzschaltung.

Bei bemannten Forschungsmissionen sei Europa auf andere Partner angewiesen, "wir können keine Schritte getrennt von ihnen unternehmen", sagte Dordain, der einen Weiterbetrieb der Raumstation bis mindestens 2020 will. Auch Perminow hält die ISS nach eigenen Worten auf längere Sicht für einen wichtigen Teil der bemannten Weltraumforschung. Er drang zudem auf eine schnellere Entwicklung des amerikanischen Orion-Raumfahrzeuges, das die veralteten Raumfähren ablösen soll. (APA/dpa)

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